Das nimmst du mit
- Lern zuerst jede einzelne Person im Unternehmen kennen. So baust du Standing auf und wirst zur zentralen Anlaufstelle. ▶ 1:24
- Fang pragmatisch an, ohne Fancy-Innovationen: Hol Mitarbeitende und Unternehmen dort ab, wo sie gerade stehen. ▶ 2:03
- Sichere zuerst die Stammfunktionen wie Lohn, Recruiting, Kommunikation und Personalentwicklung. Dann gehst du Kultur, Führung und HR-Software an. ▶ 2:56
Sieh dir den 5-Minuten-Slam von Klara Stocklassa an und lies das Baum-Prinzip für dein KMU im Transkript nach. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenHR in KMU aufbauen: die Ausgangslage
Klara Stocklassa erzählt von einer früheren Station: ein traditionelles, familiengeführtes mittelständisches Unternehmen mit 250 Mitarbeitenden. Im HR gab es eine Person in der Sachbearbeitung, dazu kam Stocklassa neu in die Personalleitung. Der Ruf von HR war kaum vorhanden oder schlecht, die Fluktuation hoch. Die Mission: Human Resources von 0 auf 100 aufbauen.
Drei Grundprinzipien leiteten den Aufbau. Erstens nah an den Mitarbeitenden: Stocklassa lernte jede einzelne Person kennen, wusste, was die Kinder machen und woher jemand kommt. So entstanden Standing und Kommunikation, HR wurde zentrale Anlaufstelle und Problemlöser. Zweitens pragmatisch: klein anfangen, keine Fancy-Innovationen, die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Drittens realitätsnah, denn in KMU sind personelle und finanzielle Ressourcen meist knapp.
Das Baum-Prinzip: Stamm, Früchte, Wurzeln
Konkret wird es mit einem Baum. Der Stamm steht für die Funktionen, die einfach laufen müssen. Die Lohnabrechnung funktionierte schon und wurde dienstleistungsorientierter. Das Recruiting entstand von 0 auf 100 neu, ein Mitarbeitermagazin verbesserte die Kommunikation, und eine Personalentwicklung kam dazu, mit einer neu eingestellten Kollegin für Trainings zu Kompetenzen und Methoden.
Die Früchte sind Low Hanging Fruits für die Belegschaft. Überraschend: Der Obstkorb bekam erst einmal das meiste Feedback. Das beste Feedback gab es für den versteckten Osterhasen und den Nikolaus. Firmenfitness, Firmensport und ein Jobrad ließen sich ebenfalls mit wenig Aufwand umsetzen.
Die Wurzeln sind Kultur und Führung. Unternehmensweite Projekte, Mitarbeitergespräche und ein Onboarding legten das Fundament. Dazu kam Innovation: Es gab gar keine HR-Software. Die wurde eingeführt, parallel zu einem neuen Zeitmanagement.
„Weil wir nicht mit dem ganz großen Change ankommen konnten, sondern wirklich die Mitarbeiter dort abholen mussten und das Unternehmen, wo sie aktuell stehen …“
Was du für dein KMU mitnehmen kannst
Der Slam fasst eine lange, intensive Entwicklung in wenigen Minuten zusammen. Der Kern ist die Reihenfolge: zuerst Beziehungen und Vertrauen, dann funktionierende Grundprozesse und schnelle, sichtbare Verbesserungen für die Belegschaft, schließlich Kultur, Führung und Technik. Stocklassa hat sich inzwischen selbstständig gemacht und betrachtet die Entwicklung der Firma von außen.
Wenn du am Anfang stehst, nimm das Baum-Bild als Checkliste: Was ist dein Stamm, was sind deine Früchte, wo liegen deine Wurzeln?
Häufige Fragen
Wie baue ich HR im Mittelstand auf?
Stocklassa rät, zuerst nah an die Mitarbeitenden zu gehen und pragmatisch zu starten. Dann sicherst du die Stammfunktionen wie Lohn und Recruiting und arbeitest an Kultur, Führung und HR-Software.
Welche Benefits kommen im KMU gut an?
Im Beispiel bekam der Obstkorb das meiste Feedback, das beste der versteckte Osterhase und der Nikolaus. Dazu kamen Firmenfitness, Firmensport und ein Jobrad.
Speaker
Klara Stocklassa
SBC Consulting




