Ein Angebot der EMBRACE Family
EMBRACECommunity

SLAM STRHR Slam

Wissenstransfer im Unternehmen: Warum Anweisungen kein Wissen sichern

Wissenstransfer im Unternehmen scheitert oft schon am Anfang: an Anweisungen statt Lernen. Katrin Großmann von 4besthr zeigt beim HR Slam Stuttgart 2025 in zwei Hacks, wie du Onboarding und Reboarding zu echten Lernprozessen machst, und belegt das mit einem Praxisfall aus einem KMU mit 67 % weniger Kosten im ersten Jahr.

  • Mit Katrin Großmann
  • Format HR Slam · HR Slam Stuttgart
  • Datum 02.04.2025
Wissenstransfer im Unternehmen: Warum Anweisungen kein Wissen sichernVideo für Mitglieder · kostenlos

Das nimmst du mit

  1. Bau Lernprozesse in jedes Boarding ein, auch ins Reboarding nach Krankheit: vermitteln, üben, transferieren. ▶ 2:01
  2. Erklär immer das Warum: Warum mache ich das, und was passiert, wenn ich es nicht mache? Erst dann ist Wissen gesichert. ▶ 2:48
  3. Nutz KI für die Umsetzung, gerade wenn in deinem Team viele Nationen und Sprachen zusammenkommen. ▶ 4:42

Sieh dir den ganzen 6-Minuten-Pitch an, mit dem Praxisfall aus einem KMU mit 100 Mitarbeitenden und 67 % weniger Kosten. Kostenlos für Mitglieder.

Kostenlos beitreten

Wissenstransfer im Unternehmen: Warum Anweisungen nicht reichen

Für Großmann ist Wissenstransfer das Thema, das HR in den nächsten fünf Jahren beschäftigen wird. Es hängt eng mit dem Generationenmanagement zusammen. Die Frage an alle Unternehmen, ob groß oder klein: Habt ihr das im Griff? Meist findet Großmann Wissensverwaltung in Tools wie Confluence, aber keinen echten Transfer.

Der erste Hack: Anweisungen geben kein Wissen weiter, nur Lernen sichert Wissen. Lernen folgt einem Prozess aus Vermitteln, Üben und Transferieren. In den Boarding-Prozessen vieler Unternehmen fehlt dieser Lernprozess komplett. Großmann meint dabei nicht nur das Onboarding, sondern auch das Reboarding: Wenn jemand krank wird, muss Wissen übertragen werden, und das klappt nur mit einem klaren Lernpfad.

Das Warum macht Wissen nachhaltig

Der zweite Hack lautet: Nur Verstehen sichert Wissen. Auch gute Führungskräfte vergessen oft, das Warum zu erklären. Warum mache ich eine Aufgabe, und welche Konsequenz hat es, wenn ich sie nicht mache? In der Didaktik gilt das als letzte Stufe des Lernens.

Großmann rät deshalb: Hört nicht beim Wie und Was auf. Fragt nach dem Warum und teilt es in eurem Boarding-System. Ein Transfer ist nur dann sicher, wenn das Warum mitgeht.

„Anweisungen geben überhaupt nichts an Wissen weiter, denn nur lernen sichert Wissen.“

Katrin Großmann · im Video ab 1:32

Praxisfall: 67 % weniger Kosten im ersten Jahr

Wie beides zusammen wirkt, zeigt ein KMU mit 100 Mitarbeitenden, das Großmann im Vorjahr begleitet hat. 90 davon arbeiten an der Maschine, und dort muss Wissen schnell und richtig von einer Person zur nächsten wandern. Nach der Umstellung auf Lernprozesse lagen die Kosten schon im ersten Jahr um 67 % niedriger. Im Team arbeiten Menschen aus zehn Nationen mit fünf Sprachen. Hier hilft KI bei der Umsetzung des Wissenstransfers.

Dein erster Schritt: Nimm eine Jobrolle und stell deren Onboarding auf einen Lernprozess um, mit Vermitteln, Üben, Transferieren und dem Warum hinter jeder Aufgabe.

Häufige Fragen

Wie gelingt Wissenstransfer im Onboarding?

Großmann rät, jedes Boarding als Lernprozess aufzubauen: vermitteln, üben, transferieren. Dazu gehört immer das Warum hinter einer Aufgabe.

Was ist Reboarding?

Im Pitch meint Reboarding den Wissenstransfer, wenn jemand nach einem Ausfall wie einer Krankheit zurückkommt oder vertreten werden muss. Auch dafür braucht es einen klaren Lernpfad.

Speaker

Katrin Großmann

306Beiträge in Wissen & Praxis

Lernen aus der Praxis. Kostenlos.

Videos, Folien, Whitepaper und durchsuchbare Transkripte aus Festival, HR Slam, Trendence Awards und Webinaren. Mit Learnings, die dich direkt an die richtige Stelle im Video bringen.