Das nimmst du mit
- Lass Standardfragen weg: Statt „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ willst du verstehen, wer wirklich vor dir sitzt. ▶ 2:33
- Stell offene Fragen: Frag, welche Ideen dein Gegenüber hier umsetzen möchte, statt warum die Person hier arbeiten will. ▶ 3:38
- Sprich Nervosität offen an und mach klar, dass ihr euch kennenlernen wollt. ▶ 4:02
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Kostenlos beitretenWarum Bewerbungsgespräche oft so steif sind
Warmuth beginnt mit einem Bild: Du triffst in der Stadt Freunde, die du lange nicht gesehen hast. Sofort ist die Verbindung wieder da. Ihr lacht, redet über den letzten Urlaub, begegnet euch auf Augenhöhe. Niemand will etwas verkaufen oder bewerten.
Im Recruiting sieht es meist anders aus. Interviews sind steif, formell und ziemlich uncool. Bewerbende fühlen sich wie auf dem Prüfstand. Recruiter:innen haken Punkte ab und arbeiten Checklisten durch. Dabei vergessen sie, den Menschen kennenzulernen. Für Warmuth ist Recruiting immer eine Begegnung von Menschen, kein Versteckspiel hinter Standardfragen.
Die Klassiker kennt jeder: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ Dazu kommt der Reflex, das Gegenüber ständig mit dem eigenen Idealbild abzugleichen. Wer Menschen Punkt für Punkt abcheckt, verpasst laut Warmuth die Chance, ihren wahren Kern zu erkennen. Ein Gespräch auf Augenhöhe heißt dagegen: zuhören, nachfragen, verstehen.
Bewerbungsgespräch auf Augenhöhe: So zeigst du echtes Interesse
Der Kern ist einfach: Sprich mit Kandidat:innen wie mit einem guten Freund. Zeig Wertschätzung und starte mit einem Lächeln. Sei freundlich, neugierig und offen. Bau eine Brücke über Gemeinsamkeiten, etwa den gleichen Studienort oder den letzten Urlaub. Das schafft Vertrauen.
Stell offene Fragen. Statt „Warum möchten Sie hier arbeiten?“ frag lieber, ob dein Gegenüber schon Ideen hat, was es hier umsetzen möchte. Hör aktiv zu, lass ausreden und nachfragen, und frag selbst nach. Nicht um zu prüfen, ob eine Antwort richtig war, sondern um zu verstehen, was diesen Menschen antreibt.
Und sende positive Signale. Merkst du, dass jemand nervös ist, sprich es an: Das ist ein Gespräch, ihr wollt euch kennenlernen, die Person kann sich entspannen.
„Mein HR Hack ist so simpel wie einfach. Behandle Kandidaten wie einen sehr guten Freund.“
Was das für deine nächsten Interviews heißt
Wer in Auswahlrunden streng professionell sein will, übersieht leicht das Wichtigste: die Einzigartigkeit des Gegenübers. Unternehmen suchen Menschen, die sie weiterbringen. Was jemanden ausmacht, entdeckst du nur mit echtem Interesse. Schaffst du eine Atmosphäre aus Vertrauen, Offenheit und Neugier, wird aus dem Interview ein echter Austausch.
Dein erster Schritt: Ersetz im nächsten Gespräch eine Standardfrage durch eine offene Frage und nimm dir am Anfang bewusst Zeit für eine persönliche Verbindung.
Häufige Fragen
Wie führe ich ein Bewerbungsgespräch auf Augenhöhe?
Starte mit einem Lächeln, bau über Gemeinsamkeiten eine Verbindung auf, stell offene Fragen und hör aktiv zu. Ziel ist zu verstehen, was dein Gegenüber antreibt, nicht Antworten abzuhaken.
Wie gehe ich mit nervösen Bewerber:innen um?
Sprich die Nervosität offen an und mach klar, dass es ein Gespräch zum Kennenlernen ist. Das nimmt Druck raus.
Speaker
Christiane Warmuth




