Das nimmst du mit
- Dreh die Perspektive um: Nicht die Ausbildung hat ein Nachwuchsproblem, viele Ausbildungsbetriebe haben ein Update-Problem.
- Prüf dein Ausbildungsangebot an den 5 B: Bezahlung, Betriebsklima, Balance, Beziehung und Bereicherung.
- Setz auf persönliches Kennenlernen statt formaler Tests. Laut einer in den Folien zitierten Studie bevorzugen 58 % der jungen Bewerber:innen persönliche Gespräche.
- Schaff Zugehörigkeit mit Buddy-Matching und gelebter Du-Kultur. Ein Kickertisch ersetzt keinen Purpose.
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Kostenlos beitretenVorurteile über die Gen Z in der Ausbildung
Der Vortrag startet mit Sätzen, die viele aus Ausbildungsbetrieben kennen: „Die wollen Karriere, aber ohne Arbeit.“ „Feedback? Ja, aber bitte mit Watte verpackt.“ „Früher Lehrjahre. Heute Wellnessjahre.“ „Keine Belastbarkeit, kein Biss. Aber viel Anspruch.“ Danach stellen die Folien eine einfache Frage an das Publikum: Was macht das mit euch?
Die Antwort ist ein Perspektivwechsel. Aus „Ausbildung hat ein Nachwuchsproblem“ wird „Ausbildungsbetriebe haben ein Update-Problem“. Die Frage lautet also nicht mehr, was mit den Jungen los ist, sondern: Wer muss sich bewegen?
Wer ist die Generation NEW?
Die Folien fassen Gen Z und Generation Alpha als Generation NEW zusammen, geboren ab 1995. Genannt wird auch der Begriff „Generation Glass“ von Mark McCrindle. Typische Merkmale laut einer zitierten Quelle von WGSN und GWI aus 2023: Digital und Tech Natives, Individualismus, Umweltbewusstsein, hohe Selektionsfähigkeit, Bewusstsein für Mental Health und eine starke Familienorientierung.
Geprägt ist diese Generation vom Dauerkrisenmodus mit Klima, Krieg und Corona. Werte und Sicherheit zählen mehr als Karriere und Status. Auch beim Lernen und bei Medien tickt sie anders: kurze Clips, On-Demand, TikTok statt Text. Lernen heißt Erfahrung, nicht Vortrag. Erreichbar ist die Zielgruppe über Bewegtbild und Interaktion.
Die 5 B: Was die Gen Z von einer Ausbildung erwartet
Den Kern des Vortrags bilden die 5 B. Bezahlung soll konkret und fair sein. Das Betriebsklima echt und menschlich. Bei der Balance gilt Life first, Job second. In der Beziehung zählt Mentoring, nicht Management. Und Bereicherung heißt Purpose statt bloßer Tasks.
Die Folien bringen es auf einen Satz: „Sorry, aber euer Kickertisch ist kein Purpose!“ Benefits ohne Haltung dahinter überzeugen diese Zielgruppe nicht.
Vom Kennenlerntag bis zur Du-Kultur: so startest du
Als Lösungen zeigen die Folien eine Reihe von Hashtag-Impulsen: Kennenlerntag statt Assessment, Corporate Influencer, Buddy-Matching, keine Fake-Tests, Du vor Dokument, Raum statt Rahmen, Vertrauen statt Kontrolle und Kultur vor Karriere. Hinterlegt sind sie mit Studienzahlen. 41 % der Azubis würden laut AUBI-plus-Ausbildungsstudie 2023 bleiben, wenn sie sich als Teil des Teams fühlen. 56 % der Gen Z bevorzugen eine Du-Kultur, wenn sie wirklich gelebt wird. 71 % der Jugendlichen sagen laut ManpowerGroup, Arbeit muss sinnvoll sein.
Der letzte Impuls fasst alles zusammen: Ausbildung ist Beziehung. Für den Start reicht ein Hebel. Ersetz zum Beispiel das nächste Auswahlverfahren durch einen Kennenlerntag oder stell jedem neuen Azubi einen Buddy zur Seite.
Häufige Fragen
Was erwartet die Gen Z von einer Ausbildung?
Die Folien fassen es in den 5 B zusammen: faire Bezahlung, ein menschliches Betriebsklima, Balance mit Life first, Mentoring statt Management und Sinn statt bloßer Aufgaben.
Wie mache ich meine Ausbildung für die Gen Z attraktiver?
Der Vortrag schlägt unter anderem Kennenlerntage statt Assessment, Corporate Influencer, Buddy-Matching und eine wirklich gelebte Du-Kultur vor.




