Das nimmst du mit
- Kenn die drei großen KI-Erzählungen im Film: das Bedrohungs-, das Befreiungs- und das Beziehungsnarrativ.
- Lange dominierten bedrohliche KIs. Seit 2010 stehen ambivalente KIs und Liebesgeschichten im Fokus.
- Vermenschliche KI weniger: Eine KI ist kein Wesen, sondern ein Werkzeug, das Intelligenz in einem bestimmten Anwendungsbereich simuliert.
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Kostenlos beitretenWas ist künstliche Intelligenz, im Film und in der Realität?
Die Folien starten mit einer Definition, angelehnt an McCarthy et al. 1955: KI ist ein IT-System, das intelligentes Verhalten zeigt. Danach stellt Hammele KI in der Realität der KI im Film gegenüber. Die Erscheinungsformen reichen von Computern und Rechenzentren über smarte Maschinen wie Sprachassistenzen und Computerprogramme bis zu einfachen Robotern, humanoiden Robotern und Android:innen.
Drei Narrative über KI in Filmen
Das Bedrohungsnarrativ kennst du aus Terminator (1984), Matrix (1999) und I, Robot (2004). KI steht hier für das Übermächtige und Gefährliche. Von 1970 bis 1999 lag der Fokus auf körperlicher Überlegenheit, seit 2000 auf geistiger Überlegenheit.
Im Befreiungsnarrativ wird KI zum Zeichen für unterdrückte Minderheiten. Beispiele sind Nummer 5 lebt (1986), Der 200 Jahre Mann (1999) und The Machine (2013). Von 1980 bis 2000 standen männliche KIs im Mittelpunkt, seit 2010 sind es weibliche.
Das Beziehungsnarrativ erzählt von KI und Menschen in Beziehungen, etwa in A.I. (2001), Robot & Frank (2012) und Her (2013). KI steht hier für Menschen mit Beziehungskonflikten. Romantische Liebesbeziehungen gibt es im Film seit 1980, Eltern-Kind-Beziehungen seit 1999, Freundschaften seit 2004.
Was sich seit 2010 an KI-Geschichten verändert hat
Eine Grafik zählt KI-Filme je Jahrzehnt von den 1970ern bis zu den 2010ern, aufgeteilt nach den drei Narrativen. Lange dominierten bedrohliche KIs. Seit 2010 stehen ambivalente KIs und Liebesgeschichten im Fokus. Die Folien nennen drei Veränderungen: mehr Mischformen, ambivalentere KIs und vielfältigere Erscheinungsformen.
KI als Werkzeug sehen, nicht als Wesen
Ein eigener Teil widmet sich der Vermenschlichung von KI. Die Folien vergleichen das Intelligenzniveau von KI im Film mit dem in der Realität. Als Beispiele für realitätsnahe KI nennt Hammele WarGames (1983), Robot & Frank (2012) und Wiedergänger (2013).
Das zentrale Learning: KI sollte weniger vermenschlicht und mystifiziert werden. Eine KI ist kein Wesen, sondern ein Werkzeug, das Intelligenz in einem bestimmten Anwendungsbereich simuliert. Für HR ist das eine hilfreiche Brille, wenn Teams KI-Tools einführen. Ein erster Schritt: Benenn konkret, welche Aufgabe ein Tool übernimmt, statt pauschal von „der KI“ zu sprechen.
Häufige Fragen
Welche Narrative über KI gibt es in Filmen?
Hammele unterscheidet das Bedrohungs-, das Befreiungs- und das Beziehungsnarrativ. Beispiele sind Terminator, Nummer 5 lebt und Her.
Speaker
Nadine Hammele




