Das nimmst du mit
- Wähl Jobbörsen nach Daten statt nach Gewohnheit: Ein Empfehlungssystem erkennt aus Titel und Text, auf welchen Kanälen eine Anzeige am besten läuft. ▶ 11:51
- Pflege Anzeigen zentral: Änderungen am Titel oder am CI machst du einmal im Tool statt in jeder Jobbörse einzeln. ▶ 13:02
- Lies deine KPIs: Viele Impressionen ohne Klicks sprechen für einen schwachen Stellentitel, viele Klicks ohne Bewerbung für einen zu langen Bewerbungsprozess. ▶ 15:17
- Bleib bei Stellenanzeigen, aber mix die Kanäle: Laut Index Recruiting Report sind Anzeigen auf Online-Jobbörsen für knapp 39 % erfolgreich bis sehr erfolgreich. ▶ 18:10
- Sprich passive Talente an: Laut einer Forsa-Studie für XING sind 36 % offen für einen Wechsel, aber nur 7 % suchen aktiv. ▶ 31:12
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Kostenlos beitretenWarum Stellenanzeigen oft ins Leere laufen
Viele kennen die Situation: Die Anzeige ist online, aber der Rücklauf bleibt aus oder es kommen die falschen Bewerbungen. Jessica Schiemer hört von Kund:innen vor allem zwei Themen: Budgetmanagement und Kanalauswahl. Ohne klare Strategie entstehen Streuverluste. Du zahlst für Reichweite, aber die Bewerbungen bleiben aus.
Dazu kommt die Vielfalt der Jobbörsen. Jede Plattform hat eigene Anforderungen an Titel, Texte, Bildformate und Keywords, und jede verteilt Anzeigen anders an ihre Nutzer:innen. Im Recruiting-Alltag fehlt die Zeit, sich in jede einzelne einzuarbeiten. Am Ende fehlt oft der Überblick: Wo läuft welche Anzeige, was hat sie gekostet und hat sie sich gelohnt?
So funktioniert Multiposting von Stellenanzeigen
Multiposting heißt: Du verteilst eine Anzeige per Knopfdruck auf mehrere Jobbörsen. Du erstellst die Anzeige im Bewerbermanagementsystem und wählst die passenden Börsen aus. Der Auftrag geht an JOB AD PARTNER als Schnittstelle zwischen System und Jobbörse. Dort wird alles geprüft, dann geht die Anzeige innerhalb von 24 Stunden online, bei Live-Schnittstellen wie Stepstone sogar in Sekunden.
Schiemer zeigt das am Bewerbungsmanager von Onlyfy. Über eine Schnittstelle sind über 900 Jobbörsen angebunden, von Fachportalen über Generalisten bis zu regionalen Börsen, geschaltet wird in mehr als 120 Ländern. Ein datengetriebenes Empfehlungssystem schlägt auf Basis von Titel und Text passende Kanäle vor. Grundlage sind rund 125.000 Anzeigen pro Jahr. Für eine Stelle als Accountmanager für Hotelketten empfiehlt das System zum Beispiel zusätzlich die Fachbörse Hotel Career.
Änderungen am Titel oder am CI machst du einmal zentral und spielst sie auf alle Börsen aus. Eine automatische Paketlogik zieht Rabatte ab, Schiemer nennt 30 bis 40 % Kosteneinsparung gegenüber dem Einzelkauf als Erfahrungswert. Budgets aus bestehenden Verträgen lassen sich einbinden, Schaltungen für einen späteren Termin planen, und ein Lektorat prüft die Anzeigen.
„Ich kann einfach die Willkür im Recruiting auch minimieren und wirklich auf Daten zurückgreifen …“
Welche KPIs dir zeigen, wo deine Anzeige hakt
Mit Multiposting trackst du Impressionen, Klicks und Bewerbungen pro Kanal. Daraus liest Schiemer konkrete Hinweise ab. Viele Impressionen, aber keine Klicks: Dann solltest du den Stellentitel überarbeiten. Viele Klicks auf den Bewerbungslink, aber keine Bewerbung: Dann hat dein Bewerbungsprozess vermutlich zu viele Schritte.
Eine interne Auswertung von Kundendaten liefert Richtwerte, die je nach Job variieren: im Schnitt etwa 3 Tage bis zur ersten Bewerbung, eine Abschlussrate von 88 % im Bewerbungsformular und 32 Tage bis zur ersten Einstellung. WhatsApp-Bewerbungen konnten um 50 % gesteigert werden. Vor allem bei Jüngeren lohnt es sich laut Schiemer, den Kanal zu testen.
Stellenanzeigen bleiben wichtig, passive Talente auch
Für den Index Recruiting Report wurden über 600 Personalverantwortliche aus 17 Branchen befragt. Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen stechen heraus: 44 % bewerten sie als teilweise erfolgreich, knapp 39 % als erfolgreich oder sehr erfolgreich. Mitarbeiterempfehlungen schneiden ebenfalls gut ab, der Erfolg der Karrierewebseite hängt stark von der Bekanntheit des Unternehmens ab. Schiemers Fazit: Der Mix macht's.
Über Jobbörsen erreichst du aber nicht alle. Eine Forsa-Studie im Auftrag von XING mit über 3400 Erwerbstätigen zeigt: 36 % sind offen für einen Wechsel, davon suchen nur 7 % aktiv, 29 % sind passiv wechselbereit. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind 48 % offen. Für diese Gruppe nennt Schiemer Social-Media-Kampagnen und den XING Talent Boost, der eine Anzeige nach mindestens 7 Tagen Laufzeit gezielt an 100 oder 250 passende Talente ausspielt.
Multiposting im Recruiting: dein erster Schritt
Multiposting ist keine Allzwecklösung, sagt Schiemer selbst. Es nimmt dir aber administrative Arbeit ab und ersetzt Bauchgefühl durch Daten. Die gewonnene Zeit fließt in Bewerberkommunikation, Active Sourcing oder Mitarbeiterbindung. Wichtig bleibt die Anzeige selbst: ein passender Titel und ein Blick darauf, wie Menschen auf der jeweiligen Plattform suchen.
Ein erster Schritt: Zieh für deine letzten Anzeigen Impressionen, Klicks und Bewerbungen pro Jobbörse heraus. Wo die Kette reißt, siehst du, ob du am Titel, am Kanal oder am Bewerbungsprozess ansetzen musst.
Häufige Fragen
Was ist Multiposting von Stellenanzeigen?
Multiposting bedeutet, eine Stellenanzeige per Knopfdruck auf mehreren Jobbörsen zu veröffentlichen. Bei JOB AD PARTNER läuft das über eine Schnittstelle zum Bewerbermanagementsystem, die Anzeigen gehen innerhalb von 24 Stunden online.
Lohnen sich Stellenanzeigen auf Jobbörsen noch?
Laut Index Recruiting Report halten knapp 39 % der befragten Personalverantwortlichen Anzeigen auf Online-Jobbörsen für erfolgreich oder sehr erfolgreich, 44 % für teilweise erfolgreich. Schiemer rät zum Mix mit anderen Kanälen.
Wie erreiche ich passive Kandidat:innen?
Über klassische Jobbörsen kaum. Schiemer nennt Social-Media-Kampagnen und Produkte wie den XING Talent Boost, der passende Profile direkt anspricht.
Speaker
Jessica Schiemer
JOB AD PARTNER




