Das nimmst du mit
- Kalibriere vor den Gesprächen: Führungskräfte gleichen ihre Beurteilungen miteinander ab, bevor sie die Performance Reviews führen. ▶ 2:36
- Kalibrierung bringt mehr Fairness, Objektivität und Akzeptanz bei Mitarbeitenden und führt zu besseren Talententscheidungen. ▶ 3:08
- Das Tool ist egal: Ein Miro-Board, PowerPoint oder Sticky Notes an der Wand reichen. Hauptsache, du machst es. ▶ 3:42
Sieh dir den kompletten Slam an, mit beiden Kalibrierungs-Varianten von Operations1 im Bild, und lies im Transkript nach. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenWarum Performance Reviews oft nicht wirken
Nicole Estor verantwortet seit über zehn Jahren People and Culture in Startups und Scale-ups. In Software-as-a-Service und E-Commerce ist Performance Culture ständig Thema, am liebsten soll es eine High-Performance-Culture sein. Umsetzen will sie trotzdem keiner. Regelmäßige Reviews und Feedback-Gespräche werden zur Last für alle: Mitarbeitende, Führungskräfte und das People-and-Culture-Team.
In der Praxis sieht das laut Estor oft so aus: Chaos, viel Sympathie und Bauchgefühl, viel Aufwand für wenige Ergebnisse. Dazu kommen Feedback-Floskeln und Wahrnehmungsverzerrungen wie Halo- oder Horn-Effekte und die starke Tendenz zur Mitte.
Der Hack: Performance Review Kalibrierung
Estors Hack heißt Kalibrierung. Bevor die Führungskräfte die Review-Gespräche führen, gleichen sie ihre Beurteilungen miteinander ab und besprechen sie. Bei Bedarf ändern sie Bewertungen und stimmen Entwicklungsschritte ab. Das schafft im ganzen Führungsteam Orientierung und Transparenz.
Bei Operations1 hat das mehr Fairness und Objektivität in die Reviews gebracht. Gleichzeitig stärkt es die Führungskultur, erhöht die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden und führt zu besseren Talententscheidungen. Ein bisschen Überzeugungsarbeit im Leadership-Team brauchst du dafür, denn niemand will noch mehr Zeit investieren. Nach Estors Erfahrung lohnt es sich.
„Der Hack ist die Kalibrierung. Wenn ihr euch heute Abend eins merkt, vergesst die Kalibrierung nicht.“
So setzt du die Kalibrierung um
Ein spezielles Tool brauchst du nicht. Operations1 arbeitet mit einem Miro-Board, PowerPoint oder Sticky Notes an der Wand gehen genauso. One size fits all gilt aber nicht, deshalb zeigt Estor zwei Varianten. Hast du eine Bewertungsskala, etwa von 1 bis 5 zwischen insufficient, meets expectations und outstanding, ordnest du die Mitarbeitenden über die Senioritätslevel hinweg ein und besprichst das im Führungskreis.
Arbeitest du eher qualitativ mit offenen Orientierungsfragen, oder funktioniert deine Skala wegen der Tendenz zur Mitte nicht, nimm eine Matrix: Performance und Potenzial, Performance und Motivation oder Skill und Will. Auch dort ordnet ihr die Mitarbeitenden ein und stimmt Entwicklungsschritte und Maßnahmen ab. Dein erster Schritt: Wähl die Variante, die zu deinem System passt, und plan die Kalibrierung vor der nächsten Review-Runde ein.
Häufige Fragen
Was ist eine Kalibrierung im Performance Management?
Führungskräfte gleichen ihre Beurteilungen vor den Review-Gesprächen miteinander ab und besprechen sie. Laut Nicole Estor bringt das mehr Fairness, Objektivität und Akzeptanz.
Speaker
Nicole Estor
Operations1




