Das nimmst du mit
- Rechne deinen Sourcing-Aufwand ehrlich: Laut XING stecken rund 12 Stunden, 300 gesichtete Profile und 100 Anschreiben in einer Besetzung. ▶ 1:11
- Gib repetitive Suche an KI ab und nutz die gewonnene Zeit für Interviews und persönlichen Kontakt. ▶ 4:30
- Starte mit Talenten, die schon Interesse zeigen: Follower, Interessierte und Menschen, die dich als Wunscharbeitgeber nennen. ▶ 5:09
- Pass KI-Vorschläge für Nachrichten an deinen Ton an. Eine lernende KI übernimmt deinen Stil für die nächsten Nachrichten. ▶ 8:37
- Sprich Interessierte an, die sich nicht beworben haben. Laut XING gehen 58% der Bewerbenden im Prozess verloren. ▶ 9:28
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Kostenlos beitretenWarum Active Sourcing so viel Zeit frisst
Um eine Stelle zu besetzen, braucht es laut Schubert an die 12 Stunden Sourcing-Arbeit. Dahinter stecken rund fünf Suchaufträge, um die 300 gesichtete Profile und am Ende 100 angeschriebene Kandidat:innen. Persönliche Ansprache wirkt besser, kostet aber Zeit.
Dazu kommt: In einer Umfrage von XING gaben nur 30% an, dass ihnen Active Sourcing Spaß macht. Viele Recruiter haben neben dem Sourcing noch andere Aufgaben. Viel Zeit für eine Tätigkeit, die wenig Freude macht, das will Schubert ändern. Ansetzen will Schubert bei Automatisierung und KI, die gerade im Active Sourcing viel Routinearbeit abnehmen können.
Mensch und KI: Wer im Sourcing was am besten kann
Menschen im Recruiting sind stark darin, tiefe Beziehungen aufzubauen, Gespräche zu führen und emotionale Nuancen zu verstehen. KI ist stark darin, riesige Datenmengen zu analysieren und zu kombinieren, und das viel schneller. Bei repetitiven Aufgaben ist sie eine große Entlastung, und sie arbeitet rund um die Uhr, auch über Nacht.
Richtig trainiert und mit den passenden Daten kann KI außerdem helfen, unbewusste Vorurteile zu vermeiden. Die Kombination aus Mensch und KI macht Sourcing laut Schubert schneller, effizienter und fairer. Mehr Effizienz bei der Suche heißt mehr Zeit für das, was Menschen gut können: Interviews und persönlicher Kontakt.
„Mehr Effizienz bei der Suche nach Talenten bedeutet dann auch mehr Zeit für den persönlichen Kontakt …“
Active Sourcing effizient: Talent Pools und Wechselsignale nutzen
Bevor du fünf Suchstrings mit Boolean-Operatoren baust, schau in automatisierte Talent Pools. Das sind kuratierte Listen von Talenten, die deinem Unternehmen folgen, Interesse gezeigt oder es sogar als Wunscharbeitgeber angegeben haben. Gerade das ist ein starkes Signal. So bekommst du einen ersten Überblick, ohne in die zeitfressende Suche zu gehen.
Hilfreich sind auch Wechselsignale. Hat ein Talent früher abgesagt, weil gerade alles passte, und signalisiert jetzt Wechselbereitschaft, bekommst du eine E-Mail. Du hast direkt einen Aufhänger aus dem früheren Kontakt: Ich habe gesehen, bei dir hat sich etwas geändert, wollen wir sprechen?
Schneller suchen und schreiben mit KI
Neu im XING Talent Manager sind Projekte: Für jede offene Stelle legst du Jobtitel, Position und Karrierelevel an. Die Suche übernimmt diese Angaben und zeigt schneller passende Ergebnisse. Boolean-Operatoren und Filter bleiben möglich, die Filter wurden neu angeordnet, Synonyme bei Jobtiteln werden berücksichtigt. Wer die alte Suche mag, kann sie weiter nutzen.
Auch beim Anschreiben hilft KI. Sie schlägt Nachrichten vor, die du anpassen kannst, und lernt aus deinen Änderungen. Die Vorschläge sind ein Startpunkt, nicht das Ergebnis: Passt eine Formulierung nicht zu dir, änderst du sie vor dem Versand. Beim nächsten Mal kennt die KI deinen Ton und deine Formulierungen. So wirst du über die Zeit schneller, ohne unpersönlich zu klingen.
Interessierte ohne Bewerbung: Passive und Active Sourcing verbinden
Eine Zahl nennt Schubert schockierend: 58% der Bewerbenden gehen im Bewerbungsprozess verloren. Sie haben sich eine Stellenanzeige angesehen oder gespeichert, saßen vielleicht in der Bahn ohne Lebenslauf und haben sich am Ende nicht beworben. Hier endet der klassische Weg des Passive Sourcing, und viele Talente bleiben auf der Strecke.
Die neue Funktion prüft Talente, die mit deiner oder einer ähnlichen Stellenanzeige interagiert, sich aber nicht beworben haben. Passen sie zu den Anforderungen, schlägt das System sie auf der Startseite vor und informiert per E-Mail, damit du vor anderen Arbeitgebern in die Ansprache gehst. Zwischen Interesse und Ansprache liegt oft nur eine kurze Zeitspanne, deshalb kommt der Hinweis auch, wenn du nicht eingeloggt bist. Eine KI-Zusammenfassung erklärt, warum das Talent passt, und dient als Gesprächseinstieg.
Das hilft gerade denen, die nicht die ganze Zeit Active Sourcing machen können, sondern viele andere Aufgaben haben: Der Einstieg wird leichter. Dein erster Schritt: Prüf, an welchen Stellen Interessierte bei dir abspringen, und nutz vorhandene Interessensignale, bevor du kalt suchst. Die gewonnene Zeit gehört dem Human Touch.
Häufige Fragen
Wie lange dauert Active Sourcing pro Stelle?
Laut XING rund 12 Stunden: etwa fünf Suchaufträge, um die 300 gesichtete Profile und 100 Anschreiben. Automatisierung und KI sollen diesen Aufwand verkürzen.
Wie kann KI im Active Sourcing helfen?
KI analysiert große Datenmengen, übernimmt repetitive Suche, schlägt passende Talente vor und hilft beim Formulieren persönlicher Nachrichten. So bleibt mehr Zeit für den persönlichen Kontakt.
Speaker
Larissa Schubert




