Das nimmst du mit
- Hinterfrag Altersstereotypen in beide Richtungen: Diskriminierung trifft Menschen, die als zu jung oder als zu alt gelten.
- Setz auf altersgemischte Teams: 42,9 % der befragten Arbeitgeber nahmen sie als insgesamt kreativer und erfolgreicher wahr.
- Bewerte Passion, Persönlichkeit und Potenzial vor dem Alter.
- Förder lebenslanges Lernen und generationsübergreifende Zusammenarbeit im Alltag.
Sieh dir die Folien von Irène Kilubi an, mit allen Studien, Generationen-Mythen und der 3P-Formel. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenAltersdiskriminierung am Arbeitsplatz: zu jung, zu alt?
Demografischer Wandel und Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sind laut Folien die zwei großen Herausforderungen. Trotzdem beurteilen Unternehmen Menschen oft nach ihrem Alter. Kilubi unterscheidet zwei Formen: Ageism und Adultism, also Benachteiligung als zu alt oder als zu jung. Der Gedanke dahinter ist derselbe: Menschen verfügen wegen ihres Alters angeblich noch nicht oder nicht mehr über bestimmte Fähigkeiten.
Wie verbreitet das ist, zeigt eine Zahl der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus 2021: Jede*r 4. Arbeitnehmende wurde schon einmal wegen des Alters diskriminiert.
Was an den Generationen-Mythen dran ist
Die Folien ordnen die Generationen von der Reifen Generation (bis 1946) bis zur Gen Z (1997 bis 2016) ein. Dann stellt Kilubi die gängigen Vorurteile nebeneinander: Die Jungen fordern nur und wollen nichts leisten. Boomer arbeiten nur. Gen X kann nicht mit Technologie, Gen Y ist faul, Gen Z illoyal. Stimmen aus der Wirtschaft zeigen dasselbe Muster: „Nur junge Leute können so etwas Innovatives entwickeln“ steht neben „Nur weil ich jung bin, darf ich keine Verantwortung übernehmen“.
Dagegen setzt der Vortrag Forschung. In einer Stichprobenbefragung von 2020 gaben 57,1 % der befragten Arbeitgeber an, dass generationsübergreifende Zusammenarbeit einen deutlichen Nutzen bringt. 42,9 % nahmen altersgemischte Teams als insgesamt kreativer und erfolgreicher wahr. Ein Paper der Universität Bremen hält fest: Das tatsächliche Alter einer Person und berufliches Leistungsvermögen sind nicht systematisch miteinander verkoppelt.
Empathie statt Schubladen: Wer Verantwortung trägt
Hinter den Vorurteilen steckt laut Folien oft Angst. Deshalb ist Empathie so wichtig. Jede und jeder möchte gesehen und gehört werden, mit Wertschätzung und Respekt. Verantwortung tragen drei Ebenen: die Individuen, die Führungskräfte und die Arbeitgeber.
Für dich persönlich nennt Kilubi drei Hebel: Altersstereotypen und Vorurteile in Frage stellen, generationsübergreifende Zusammenarbeit fördern und lebenslanges Lernen unterstützen. Zusammengefasst ist das die Formel 3P: Passion, Persönlichkeit und Potenzial vor Alter.
Dein erster Schritt im HR
Prüf, wo Alter in euren Prozessen eine Rolle spielt, die es nicht spielen sollte. Etwa bei der Frage, wem ihr Verantwortung zutraut oder wen ihr für innovative Projekte auswählt. Stell Teams bewusst altersgemischt zusammen. Wer tiefer einsteigen will: Kilubi hat das Thema im Buch „Du bist mehr als eine Zahl“ ausgearbeitet, vom Onboarding bis zu altersgemischten Teams.
Häufige Fragen
Was ist Altersdiskriminierung am Arbeitsplatz?
Die Annahme, dass Menschen wegen ihres Alters bestimmte Fähigkeiten noch nicht oder nicht mehr haben. Sie trifft Ältere (Ageism) wie Jüngere (Adultism).
Sind altersgemischte Teams erfolgreicher?
In einer Befragung von 2020 nahmen 42,9 % der Arbeitgeber altersgemischte Teams als insgesamt kreativer und erfolgreicher wahr. 57,1 % sahen einen deutlichen Nutzen in generationsübergreifender Zusammenarbeit.
Speaker
Irène Kilubi




