Das nimmst du mit
- Sende auf der richtigen Frequenz: Statt Hochglanz brauchen junge Zielgruppen Geschichten mit Herz. ▶ 3:20
- Schul vor dem Loslassen: Storytelling, Social Media ohne Verstellen und Kommunikation als Teil des Unternehmens. ▶ 3:39
- Lass dann wirklich los: Ungefilterte, nahbare Einblicke machen dich auf den Plattformen sichtbar, auf denen es zählt. ▶ 4:09
Sieh dir den 5-Minuten-Slam von Tanja Karlsböck an und lies im Transkript nach, wie KEBA seinen Azubis das Mikro gegeben hat. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenWarum klassisches Employer Branding junge Talente verfehlt
KEBA ist ein Unternehmen für Automatisierung und kennt das Problem vieler Arbeitgeber: Nicht jede Stelle lässt sich leicht besetzen, und die besten Azubis, in Österreich Lehrlinge, findet man nicht von allein.
Karlsböck beschreibt die Perspektive der Zielgruppe: Du bist 17, dein Handy glüht mit Instagram, TikTok, WhatsApp und Snap. Die Jobwelt dagegen sieht aus wie Excel, wie ein Bewerbungsgespräch mit Frontalbeleuchtung oder ein „Wir bieten Ihnen“-Absatz auf einer Karriereseite. Dann taucht im Feed ein Video auf: Ein junger Typ im schwarzen Hoodie codet im dunklen Kämmerlein, bis ihn sein Ausbilder in die Realität zurückholt. Du lachst und erkennst dich wieder.
Daraus zog KEBA eine Erkenntnis. HR und Kommunikation senden oft auf der falschen Frequenz. Unternehmen haben Hochglanz, die Azubis haben die Geschichten und das Herz.
Azubis als Influencer: erst schulen, dann loslassen
KEBA hat den Azubis gesagt: Ihr seid die Stimme, wir bringen euch das Mikro. Vorher gab es Schulungen. Die Azubis lernten, wie man Geschichten erzählt, wie man Social Media nutzt, ohne sich zu verstellen, und wie man als Teil eines Unternehmens kommuniziert, aber in der Sprache der eigenen Generation.
Dann hat KEBA losgelassen und die Azubis machen lassen. Heraus kamen echte Einblicke, ungefiltert, nahbar und transparent. Das Ergebnis: KEBA wurde auf den Plattformen sichtbar, auf denen es zählt. Authentisch nicht, weil das Unternehmen es wollte, sondern weil die Azubis es waren. Und die Azubis wachsen mit jeder Story, werden zu Persönlichkeiten und lernen, wie man etwas bewegt.
„Ich habe aufgehört, über Employer Branding zu sprechen. Und angefangen, es abzugeben. Nicht für sie sprechen, sondern sie sprechen lassen.“
Was du für dein Ausbildungsmarketing übernehmen kannst
Karlsböcks Hack ist eine Haltungsfrage: über Employer Branding nicht mehr nur sprechen, sondern es abgeben. Nicht für die Azubis sprechen, sondern sie sprechen lassen. Das ist laut Karlsböck nicht nur smarter, sondern auch ehrlicher.
Dein erster Schritt: Frag deine Azubis, ob sie Lust haben, Einblicke zu teilen, und plan eine Schulung zu Storytelling und Social Media, bevor du ihnen den Kanal überlässt. Gib ihnen danach echten Spielraum, statt jeden Beitrag zu glätten. Gerade das Ungefilterte macht die Einblicke glaubwürdig.
Häufige Fragen
Wie mache ich Azubis zu Corporate Influencern?
KEBA hat Azubis zuerst geschult: Geschichten erzählen, Social Media nutzen, ohne sich zu verstellen, und als Teil des Unternehmens kommunizieren. Danach durften sie ungefiltert eigene Einblicke teilen.
Speaker
Tanja Karlsböck




