Das nimmst du mit
- Frag zuerst, welches Problem du für Mitarbeitende löst. Das ist dein Brötchen, nicht der Prozess dahinter. ▶ 2:08
- Hol dir einen Produktsteckbrief aus dem Sales und beschreib damit deine HR-Produkte und ihre Experience. ▶ 3:25
- Setz den Fokus auf HR-Produkte mit hohem Business Impact und niedriger Experience. Dort bringt Agilität am meisten. ▶ 4:22
Sieh dir den 6-Minuten-Slam an, mit der Priorisierungsmatrix und der Auflösung zum Blauschimmelkäse. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenEmployee Experience verbessern: Was ist dein Brötchen?
Die Situation kennen viele HR-Teams: Bei Strategie oder Priorisierung neuer Projekte sind sich am Anfang alle einig. Wenige Wochen später tauchen Fragezeichen auf, die niemand kommen sah. Ismaili ist überzeugt, dass ein produktorientierter Ansatz hilft. Der Ansatz schafft eine gemeinsame Sprache in HR, sorgt über einheitliche Kriterien für Transparenz und macht den Business Impact von HR sichtbar.
Ein Kollege von der Deutschen Bahn bringt es auf den Punkt: Beim Bäcker kauft niemand den Herstellungsprozess, sondern ein Brötchen oder eine Butterbrezel. Den Prozess braucht es trotzdem. Für HR heißt das: Welches Problem löst du für deine Kunden, also die Mitarbeitenden? Welches Nutzenversprechen gibst du ihnen, und wie sieht dein Produktsortiment aus?
Was ein HR-Produkt ausmacht
Ein HR-Produkt erfüllt ein klares Leistungsversprechen für einen bestimmten Kundenkreis im Unternehmen. Es hat eine klare Value Proposition und ist standardisiert verfügbar, etwa über ein HR-Portal. Es hat Journey-Charakter: Im Recruiting zum Beispiel braucht es Feedback an den einzelnen Touchpoints. Es lässt sich über die Zeit strategisch weiterentwickeln, braucht eine Person mit Expertise und zahlt auf die Businessziele ein.
Die Auflösung zum Blauschimmelkäse: Im Supermarkt führt eine Produkthierarchie vom Food-Bereich über die Frischetheke bis zum Käse. Genauso lässt sich HR ordnen, von den Phasen des Employee Life Cycle über Förderprogramme und Entwicklungsmaßnahmen für High Potentials bis zum Karriere-Coaching, das Mitarbeitende über einen klaren Prozess bestellen.
„Was ist euer Brötchen im HR Kontext? Welches Problem helft ihr euren Kunden, also Mitarbeitenden ganz konkret zu lösen?“
HR-Produkte priorisieren: die Matrix für morgen
Ismailis Vorschlag für den nächsten Tag: Lass dir aus dem Sales einen Produktsteckbrief schicken und identifiziere damit deine HR-Produkte. Dann ordnest du sie in einer Matrix ein, mit der Experience auf der einen Achse und dem Strategy Fit oder Business Impact auf der anderen.
Niedrige Experience und niedriger Impact: auslaufen lassen. Beliebt, aber mit wenig Impact, etwa das Jobrad: digitalisieren und automatisieren. Hohe Experience und hoher Impact: unbedingt halten. Den meisten Fokus verdienen Produkte mit hohem Impact und heute noch niedriger Experience. Genau dort zahlt Agilität ein. Dein erster Schritt: Nimm dir ein Produkt aus diesem Feld vor, hol Feedback an seinen Touchpoints ein und verbessere es in kurzen Schleifen.
Häufige Fragen
Was ist ein HR-Produkt?
Laut Ismaili ein Angebot mit klarem Leistungsversprechen für eine bestimmte Zielgruppe im Unternehmen, standardisiert verfügbar, mit Journey-Charakter und einem Beitrag zu den Businesszielen.
Wie priorisiere ich HR-Produkte?
Ordne sie in einer Matrix nach Experience und Business Impact. Produkte mit hohem Impact und niedriger Experience verdienen den meisten Fokus.
Speaker
Tefik Ismaili




