Das nimmst du mit
- Trenn Gaming und E-Sports sauber: Die gut vernetzte Szene merkt sofort, ob eine Marke ehrlich kommuniziert.
- Starte mit Stellen mit technischem Bezug. Bei StepStone lag die IT-Consultant-Anzeige mit 214 Klicks gleich hinter dem Vertriebsinnendienst.
- Plan für den Start: Die meisten Klicks kamen bei StepStone in den ersten 24 Stunden, obwohl das Event sechs Wochen lief.
- Hol Gamer:innen aus deinem eigenen Unternehmen in die Planung. Sie wissen, wie die Community spricht und was sie sehen will.
Lade das Whitepaper als PDF herunter, mit allen Klickzahlen aus dem StepStone-Case und dem Interview mit Timo Schöber. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenGaming oder E-Sports: Warum der Unterschied zählt
„E-Sports ist immer Gaming, aber Gaming ist nicht immer E-Sports.“ Gaming ist der Oberbegriff für Video- und Computerspiele, ob am PC, auf der Konsole, am Tablet oder am Smartphone. E-Sport ist Breitensport und zugleich wettbewerbsorientiertes Spielen um Preisgelder, mit Teams, Ligen, Weltmeisterschaften und Trainingsplänen. Beides in einen Topf zu werfen, nennt das Whitepaper einen der größten Fehler. Die Szene ist gut vernetzt und merkt sofort, wenn eine Marke nicht authentisch auftritt.
Die Reichweite ist enorm. Allein League of Legends kam im Oktober 2022 auf Twitch auf 159,65 Millionen Stunden Streaming. In Live-Streams wird gespielt oder mit der Community im Chat gesprochen.
Wen du mit Gaming Recruiting erreichst
Mit Klischees kommst du nicht weit. 59 % der Deutschen spielen, im Schnitt sind Gamer:innen 37,4 Jahre alt, 48 % sind Frauen und 52 % Männer. Das Whitepaper beschreibt zwei Zielgruppen. Berufseinsteiger:innen von 16 bis 29 Jahren haben zu 70 % Abitur oder einen Hochschulabschluss. Bei den Young Professionals bis 35 haben über 5 Millionen Führungs- oder Budgetverantwortung, und etwa 21 % von ihnen schauen regelmäßig E-Sports-Events oder spielen selbst mit.
Dr. Timo Schöber, seit Jahren im E-Sport aktiv und in der HR-Beratung tätig, nennt im Interview die Vorteile für Arbeitgeber: eine klar abgrenzbare Zielgruppe aus jungen, technikaffinen Menschen mit überdurchschnittlichem Bildungsgrad. E-Sportler:innen bringen Multitasking, analytisches Denken und echte Leistungssportmentalität mit. Profis schaffen bis zu 400 Aktionen mit Maus und Tastatur pro Minute.
Recruiting auf Twitch: drei Stufen und der StepStone-Case
Für den Einstieg reichen Stream-Overlays, also gestaltete Rahmen um das Webcam-Bild. Fortgeschrittene buchen Brand-Platzierungen bei Live-Events, etwa Videos in Werbeblöcken oder Trikotsponsoring. Profis übernehmen eine Event-Partnerschaft für regelmäßige Events oder Shows.
StepStone hat den Ansatz mit vier offenen Stellen aus dem eigenen Recruiting getestet, darunter SEA Manager und IT Consultants. Innerhalb einer Woche standen Budget, Positionen und internes Go. Das Team sponserte das World-of-Warcraft-Event „Race to World First“: vor Ort in Hamburg mit Branding und Trikotplatzierungen, online mit Logo-Rotation, Erwähnungen durch die Kommentatoren und einem Linktree zu den Stellenanzeigen.
Das Event lief sechs Wochen statt der erwarteten zwei, die meisten Klicks kamen aber in den ersten 24 Stunden. Die Klickrate lag bei 94,72 %. Vera Koltermann und Niklas Thelemann ziehen daraus eine klare Lehre: Es gibt nicht das eine Event für die eine Zielgruppe. Du brauchst Expert:innen aus der Szene und ein klares Ziel von HR.
So startest du mit Gaming Recruiting
Das Whitepaper empfiehlt drei Schritte. Erstens: Leg fest, wen du erreichen willst, und wähl einige Stellen mit technischem Bezug aus. Zweitens: Recherchier. Sprich mit Gamer:innen, die du oft schon im eigenen Unternehmen findest, und schau dir Let’s Plays auf Twitch, YouTube oder Reddit an. Drittens: Setz um, auf Augenhöhe und so, dass deine Marke organisch in die Welt der Community passt. Wie das langfristig aussieht, zeigen laut Schöber Alternate mit einem eigenen E-Sports-Team oder Grimme Landmaschinen mit einem Zusatzpaket für den Landwirtschaftssimulator.
Häufige Fragen
Lohnt sich Recruiting auf Twitch?
StepStone hat es mit vier eigenen Stellen getestet und eine Klickrate von 94,72 % erreicht. Wichtig sind laut Whitepaper Expert:innen aus der Szene und ein klares Ziel von HR.
Welche Skills bringen E-Sportler:innen mit?
Laut Timo Schöber Multitasking, analytische Fähigkeiten, schnelle Reaktionen mit bis zu 400 Aktionen pro Minute und eine echte Leistungssportmentalität.




