Das nimmst du mit
- Prüf deine Remote-Work-Regeln: Laut Bitkom können 40% der Arbeitgeber die Wünsche von Bewerbenden an mobiles Arbeiten nicht erfüllen.
- Plan die größten Hürden ein: lokales Arbeitsrecht, Gehaltsvorschriften, Benefit-Pakete und Gehaltszahlungen.
- Wähl das passende Beschäftigungsmodell: Freiberufler, Leiharbeit, eigene Niederlassung oder Employer of Record.
- Frag EOR-Anbieter nach eigenen Niederlassungen, geistigem Eigentum, Support-Team, versteckten Gebühren und Kautionen.
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Kostenlos beitretenBewerbende gibt es, aber die Bedingungen passen nicht
Der Vortrag startet mit einer Mitmachfrage: Wer bekommt zu viele Bewerbungen von Fachkräften? Danach folgt eine Einordnung mit Zahlen aus einer Bitkom-Studie von 2023. Bewerbende gibt es, aber 40% der Arbeitgeber können deren Anforderungen an mobiles Arbeiten nicht erfüllen. 29% der Unternehmen fordern Reisebereitschaft oder Umzug. 19 % können Wünsche nach Weiterbildung nicht erfüllen.
Eine Remote-Work-Regelung kann hier helfen. Laut Remote Workforce Report 2023 sehen 69% eine langfristig höhere Mitarbeiterbindung, 57% finden es einfacher, Top-Talente anzuziehen und zu halten, und 64% berichten über Kosteneinsparungen abseits der Bürokosten.
Wo du Talente findest und wie du sie einstellst
Die Folien zeigen Rankings bestehender und aufstrebender Tech-Hubs von Gartner aus dem Jahr 2022. Dazu kommt ein unbequemer Befund aus dem OECD Talent Attractiveness 2023: Deutschland ist als Wohnort für Talente nur eine mittlere Wahl. Umso wichtiger ist es, Menschen dort einzustellen, wo sie leben.
Für die Anstellung im Ausland nennt der Vortrag mehrere Wege: Freiberufler, Leiharbeit und Festanstellung, entweder über eine eigene Niederlassung im Ausland oder über einen Employer of Record (EOR). Ein EOR übernimmt die Rechtspflichten im jeweiligen Land, also Steuern, Abgaben und Meldepflichten. Das Unternehmen behält das geistige Eigentum, die Erfinderrechte und die Kontrolle über die täglichen Abläufe.
Internationales Recruiting: die größten Hürden
Laut Remote Tech Talent Report 2023 sind die größten Herausforderungen bei der weltweiten Talentakquise: lokale Arbeitsrechte verstehen (38%), lokale Gehaltsvorschriften verstehen (33%), lokale Benefit-Pakete gestalten (30%) und Gehaltszahlungen durchführen (28%). Als Anwendungsfälle zeigen die Folien unter anderem Kostenvergleiche zwischen Ländern, einen Testlauf in neuen Märkten vor der eigentlichen Expansion und die Umwandlung von Auftragnehmenden in Angestellte, um Scheinselbstständigkeit zu vermeiden.
Welche Fragen du EOR-Anbietern stellen solltest
Remote ist selbst Anbieter einer EOR-Lösung. Hilfreich für jede Auswahl ist die Checkliste aus den Folien: Hat der Anbieter eigene Niederlassungen? Gibt es kostenfreie Rechts- und Steuerberatung? Wie ist das geistige Eigentum geregelt? Wie groß ist das Support-Team? Wie laufen Payroll-Zyklen und Sonderzahlungen? Was passiert beim Umzug in ein anderes Land? Gibt es versteckte Gebühren, Kautionen oder eine Geld-zurück-Garantie?
Dein erster Schritt: Klär, ob dein Unternehmen eine Remote-Work-Policy hat und ob sie Arbeit aus dem Ausland erlaubt. Erst dann lohnt sich die Frage nach dem passenden Beschäftigungsmodell.
Häufige Fragen
Was ist ein Employer of Record?
Ein Dienstleister, der im jeweiligen Land die Rechtspflichten als Arbeitgeber übernimmt, etwa Steuern, Abgaben und Meldepflichten. Das Unternehmen behält geistiges Eigentum und die Kontrolle über die täglichen Abläufe.
Was sind die größten Hürden beim internationalen Recruiting?
Laut Remote Tech Talent Report 2023 vor allem lokale Arbeitsrechte (38%), Gehaltsvorschriften (33%), Benefit-Pakete (30%) und Gehaltszahlungen (28%).
Speaker
Sebastian Moron
remote.com




