Das nimmst du mit
- Sieh Nachhaltigkeit nicht als Zusatzaufgabe: Laut Folien ist sie kein Nice-to-have, echte Nachhaltigkeit heißt „impact first“.
- Nutz die Rolle von HR und CSR: Beide kennen alle Unternehmensbereiche und können die Transformation treiben.
- Bau zuerst Wissen auf. Das größte Hindernis ist, dass HR die Dimensionen der Nachhaltigkeit oft noch nicht kennt.
- Setz bei konkreten Feldern an: Diversität, Lohngerechtigkeit, Gesundheit, Vereinbarkeit, Mitwirkung und Personalentwicklung.
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Kostenlos beitretenWarum nachhaltiges Wirtschaften zum Muss wird
Die Folien starten mit der größten Herausforderung für Gesellschaft, Politik und Unternehmen: der Bewältigung der Klimakrise. Sie führt zu einem gewaltigen Umbruch der Wirtschaft, vom Verbrenner-Aus über erneuerbare Energien und CO2-Reduktion bis zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und Digitalisierung.
Dazu kommt Druck durch Regulierung. Die Folien (Stand 2024) nennen die CSR-Berichtspflicht nach CSRD ab 2025 für große Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden und ab 2026 für kapitalmarktorientierte KMU. Unternehmen werden so zum Wandel getrieben.
Das zweite Problem ist der Arbeitskräftemangel. 2024 schwächelt die Wirtschaft, der Arbeitsmarkt bleibt laut Folien stabil. Gleichzeitig fordern Bewerbende mehr Nachhaltigkeit, die Folien belegen das mit Umfragen von StepStone und kununu. Zaborowski kann sich schwer vorstellen, dass in 10 Jahren noch viele hoch qualifizierte Menschen für einen Arbeitgeber arbeiten, dessen Geschäft Umwelt und Gesellschaft schadet.
Nachhaltigkeit im HR: Treiber statt Zuschauer
Den naheliegenden Einwand greifen die Folien selbst auf: Jetzt auch noch Nachhaltigkeit, wo doch alle überlastet sind? Die Antwort ist klar. Nachhaltigkeit kommt nicht obendrauf und ist kein Nice-to-have. Echte Nachhaltigkeit heißt „impact first“.
HR und CSR können die Transformation treiben, sonst macht es der CFO. Das Argument: Nachhaltigkeit betrifft alle Unternehmensbereiche, und HR und CSR kennen alle Unternehmensbereiche. Eine DGFP-Studie zeigt laut Folien, dass HR dabei ist, aber noch zu wenig passiert. Das größte Hindernis ist fehlendes Wissen. Der Mehrheit in HR sind die Dimensionen der Nachhaltigkeit in Tiefe und Breite noch nicht bewusst. Das lässt sich ändern.
CSR-Handlungsfelder für HR
Die Folien nennen unter anderem diese Handlungsfelder: Diversität und AGG, Lohngerechtigkeit, betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsbedingungen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Mitwirkungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden sowie Ausbildung, Personalentwicklung und Förderung.
Konkrete Ansatzpunkte zeigt Zaborowski mit Beispielen von Anbietern: Nachhaltigkeitswissen bei allen Mitarbeitenden aufbauen, Personalauswahl diskriminierungsfreier gestalten, Talente in Richtung Nachhaltigkeit weiterbilden, eine nachhaltige bAV, nachhaltige Benefits als steuerfreier Sachbezug, Mobilität der Mitarbeitenden fördern, inklusive Kommunikation und nachhaltige Präsente zu Jubiläen.
Dein erster Schritt zu nachhaltigem HR
Fang beim Wissen an, denn genau das fehlt laut Folien am meisten. Prüf dann, welche der Handlungsfelder in deinem Bereich schon laufen, und such dir eines aus, in dem HR sichtbar etwas bewegen kann. So bringst du HR in die Nachhaltigkeitsstrategie ein, bevor andere sie allein gestalten.
Häufige Fragen
Was hat Nachhaltigkeit mit HR zu tun?
Laut den Folien betrifft Nachhaltigkeit alle Unternehmensbereiche, und HR kennt sie alle. Handlungsfelder sind etwa Diversität, Lohngerechtigkeit, Gesundheitsmanagement, Vereinbarkeit und Personalentwicklung.
Erwarten Bewerbende nachhaltige Arbeitgeber?
Die Folien zeigen Umfragen von StepStone und kununu, nach denen Bewerbende mehr Nachhaltigkeit fordern. Zugleich weisen sie darauf hin, dass andere Kriterien noch wichtiger sind.
Speaker
Henrik Zaborowski
Gründer, LinkedIn Top Voice HR 2023




