Das nimmst du mit
- Bau deinen Jobtitel nach dem Schema Funktion plus Spezifikation plus AGG-Hinweis, etwa „Einkäufer Projektdienstleistungen (w/m/d)“.
- Stell die eigentliche Aufgabe, also das Wozu, an den Anfang der Aufgabenbeschreibung. Die einzelnen Tätigkeiten folgen danach in chronologischer Ordnung.
- Prüf mit dem Fachbereich, wie viel Berufserfahrung und welche Zertifikate wirklich Pflicht sind. Alles andere verkleinert nur deinen Bewerberkreis.
- Streich Soft Skills, die niemanden zur Selbstselektion bewegen, etwa Teamfähigkeit oder Kreativität. Anforderungen sind Filter, keine Wunschliste.
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Kostenlos beitretenWarum du deine Stellenanzeige optimieren solltest
Totgesagt ist die Stellenanzeige oft, verschwunden ist sie nicht. Das Whitepaper nennt index Anzeigendaten: 2019 erschienen allein in Deutschland über 17,4 Millionen Stellenanzeigen, mehr als 47.000 pro Tag. Laut Gartner buhlen 50 Prozent aller Jobschaltungen von Großunternehmen um dieselben 39 Rollen. Knapp sind längst nicht nur Bürojobs, sondern auch LKW-Fahrer:innen, Zusteller:innen oder Auszubildende.
Gleichzeitig startet die Jobsuche immer häufiger direkt bei Google oder auf Meta-Suchmaschinen wie Indeed. Das Whitepaper nennt das Konkurrenz- und Konvergenzdruck. Die Antwort: Wenn du den Markt nicht ändern kannst, änderst du deine Anzeigen. Um grafische Gestaltung geht es dabei bewusst nicht, sondern um Hebel, die du selbst in der Hand hast.
Jobtitel und SEO: Vor dem Gelesenwerden steht das Gefundenwerden
Viele gehen davon aus, dass ihre Anzeige gelesen wird. Doch vorher muss sie jemand finden. Der wichtigste Hebel ist der Jobtitel. Er muss marktgängig sein, also genau so klingen, wie die Zielgruppe sucht. Sucht der Markt nach UX-Designer oder nach User Experience Designer? Das Whitepaper empfiehlt, solche Varianten in Google Trends zu vergleichen.
Verlegenheitswörter wie „im Bereich“ oder „mit Schwerpunkt“, interne Bezeichnungen und scherzhafte Titel gehören nicht in den Jobtitel. Zu knapp darf er aber auch nicht sein: „Einkäufer“ allein sagt nicht, ob Baustoffe oder Projektdienstleistungen gemeint sind. Google kürzt Titel nach 60 Zeichen am Desktop und nach 35 Zeichen am Smartphone. Das Wichtigste gehört also nach vorn.
Dazu kommen eine sprechende URL mit den Begriffen des Jobtitels, ein Meta-Title und eine Meta-Description mit höchstens 160 Zeichen. Seit Mai 2019 spielt außerdem Google for Jobs im deutschen Markt mit. Dafür verlangt Google strukturierte Daten, etwa das Veröffentlichungsdatum.
Aufgabenbeschreibung: Erst das Wozu, dann das Wie
Die Job Description des Fachbereichs per Copy-and-paste zu übernehmen, ist bequem. Oft enthält sie aber viele Tätigkeiten ohne Ordnung und Priorität. Bei der Masse an Anzeigen widmen Kandidat:innen einer einzelnen nur wenige Sekunden. Deshalb gehört der wichtigste Punkt an den Anfang.
Das Whitepaper unterscheidet zwischen Tätigkeiten und der eigentlichen Aufgabe. Beschreibst du deinen eigenen Recruiting-Job, zählst du chronologisch Schritte auf: Anforderungen aufnehmen, Anzeigen schalten, Interviews führen. Die Aufgabe ist aber das Wozu, zum Beispiel genug Vertriebsmitarbeitende an Bord zu holen. Steht das zuerst, sehen Kandidat:innen auf einen Blick, worum es geht. Bei komplexen MINT-Stellen heißt das: beim Fachbereich nachfragen.
Auch bei Benefits rät das Whitepaper zu Recherche statt Bauchgefühl. Ein Eltern-Kind-Büro lockt keinen Azubi, und wer ein Lastenheft abarbeiten will, sucht keine Gestaltungsspielräume. Ein Exkurs von StepStone wirbt zudem dafür, das Gehalt in der Anzeige zu nennen.
Anforderungen in der Stellenanzeige: Filter statt Wunschliste
Die Reihenfolge der Anforderungen ist Routine: Ausbildung, Berufserfahrung, Muss-Kenntnisse, Kann-Kenntnisse, Soft Skills. Die Kunst liegt im Austarieren. Wie viele Jahre Erfahrung braucht es wirklich? Kann jemand ein Zertifikat nachholen? Vorsicht gilt bei Angaben, die gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoßen, von „jung und belastbar“ bis zur maximalen Berufserfahrung.
Soft-Skill-Kaskaden filtern niemanden heraus. Kaum jemand hält sich für nicht teamfähig. Prüf deshalb jede Anforderung darauf, ob sie ungeeignete Bewerbende wirklich abhält. Für den Start: Such deine Anzeige so, wie deine Zielgruppe sucht, und nicht mit dem kopierten Jobtitel.
Häufige Fragen
Wie optimiere ich eine Stellenanzeige für Google?
Wähl einen marktgängigen Jobtitel und stell das Wichtigste nach vorn, weil Google nach 60 Zeichen am Desktop und 35 am Smartphone kürzt. Dazu kommen sprechende URL, Meta-Title, Meta-Description und strukturierte Daten für Google for Jobs.
Welche Soft Skills gehören in eine Stellenanzeige?
Nur solche, die wirklich filtern. Anforderungen wie Teamfähigkeit, Kreativität oder Einfühlungsvermögen halten laut Whitepaper niemanden von einer Bewerbung ab.




