Das nimmst du mit
- Prüf deinen Bewerbungsweg auf Brüche: Mehrfache Weiterleitungen, doppelte Dateneingabe und keine zentrale Übersicht kosten dich Bewerbende.
- Stell Kandidat:innen in den Mittelpunkt: Candidate Experience, sichtbares Employer Branding sowie Mobile und Social gehören laut den Folien zusammen.
- Ersetz das Motivationsschreiben durch kurze Chatfragen und lass Bewerbende ihren Lebenslauf direkt am Handy erstellen.
- Achte auf die Anbindung an dein ATS und auf Modelle, bei denen du nach Einstellungen zahlst, damit dein Budget transparent wirkt.
Lade die Folien von Sophie Szivacz herunter, mit dem Vergleich Jobbörse gegen Candidate Platform und dem Ablauf der mobilen Bewerbung. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenWarum klassische Jobbörsen an ihre Grenzen kommen
Die Folien beschreiben die traditionelle Jobbörse aus zwei Blickwinkeln. Für Kandidat:innen bedeutet sie mehrfache Weiterleitungen, mehrfache Dateneingabe und keine zentrale Übersicht über die eigenen Bewerbungen. Für Recruiter:innen war früher die Selektion die größte Aufgabe: Es gab genug Bewerbungen, man musste nur die richtigen auswählen.
Das hat sich gedreht. Der Vortrag nennt den Wandel zum Arbeitnehmer:innenmarkt mit niedriger Arbeitslosenquote, demografischem Wandel, Pensionierungswelle, Wertewandel und hohem Personalbedarf. Dazu kommen drei Werte aus den Folien: 75 % bekommen zu wenige Bewerbungen, 63 % beklagen mangelnde Qualität der Bewerbungen, 25 % sind von Ghosting durch Bewerbende betroffen. Eine Quelle für diese Werte nennen die Folien nicht.
Candidate Centricity: Kandidat:innen in den Mittelpunkt
Die Folien zitieren PwC-Chairman Tim Ryan: „The war for talent is over. Talent has won.“ Die Konsequenz daraus heißt Candidate Centricity. Szivacz fasst sie in drei Handlungsfeldern zusammen. Candidate Experience: Kenn deine Bewerbenden und mach Jobsuche und Bewerbung einfach. Employer Branding: Sei sichtbar und positionier dich als attraktiver Arbeitgeber. Mobile und Social: Erreich Kandidat:innen dort, wo sie täglich Zeit verbringen.
Als Vergleich ziehen die Folien andere Branchen heran. Im eCommerce, bei Reisen oder Immobilien sind Plattformen längst Standard, auf denen Nutzer:innen alles an einem Ort erledigen.
Zukunft der Jobbörsen: ein Profil, eine Plattform
Die Folien setzen ein klares Datum: 2027 sollen traditionelle Jobbörsen ausgestorben sein. An ihre Stelle tritt die Candidate Platform. Das Prinzip: ein Profil für alle Bewerbungen, ein durchgängiger Prozess, keine mehrfache Dateneingabe und eine zentrale Bewerbungsübersicht.
Am Beispiel von hokify zeigt der Vortrag, wie das mobil aussieht. Bewerbende erstellen den Lebenslauf am Handy, beantworten kurze Chatfragen statt eines Motivationsschreibens und sehen jederzeit ihren Bewerbungsstatus. Zwei Bewertungen aus dem App Store unterstreichen, dass genau diese Übersicht gut ankommt.
Was Recruiter davon haben und wo du anfängst
Für Recruiter:innen verspricht die Candidate Platform mehrere Effekte: zufriedenere Bewerbende durch bessere Candidate Experience, bessere Ansprache passiver Kandidat:innen über mobile Profile, mehr Bewerbungen durch höhere Conversion, Transparenz über die Performance für einen gezielteren Budgeteinsatz und Pay for Performance über Einstellungen. Damit das funktioniert, braucht es eine Integration der Plattform direkt in dein Bewerbermanagement-System.
Der Vortrag stellt das Modell eines Anbieters vor. Die Fragen dahinter kannst du aber für jeden Kanal stellen. Geh deinen eigenen Bewerbungsprozess einmal am Handy durch: Wie oft wirst du weitergeleitet, wie oft gibst du dieselben Daten ein, und siehst du am Ende, wo deine Bewerbung steht?
Häufige Fragen
Was ist eine Candidate Platform?
Eine Plattform, auf der Bewerbende mit einem Profil Jobs suchen und sich bewerben, ohne Daten mehrfach einzugeben. Sie sehen alle Bewerbungen zentral, und die Plattform ist direkt an das ATS angebunden.
Haben Jobbörsen noch Zukunft?
Die Folien sagen das Aus traditioneller Jobbörsen für 2027 voraus, weil sie die Anforderungen an die Candidate Experience nicht mehr erfüllen.
Speaker
Sophie Szivacz
hokify




