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RC23Festival-Session · Recruiting & Active Sourcing

Authentische Ansprache im Recruiting: Slam statt Azubi-Rap

Authentische Ansprache im Recruiting heißt nicht, um jeden Preis jung und cool zu wirken. Nike Wessel von Studio36 zeigt auf dem #RC23 Festival in Berlin, wo Arbeitgeber mit gewollter Lockerheit und Klischeebildern danebenliegen und warum eine klare Haltung bei der Ansprache von Frauen mehr bringt.

  • Mit Nike Wessel
  • Von GF Stduio 36
  • Format Festival-Session · #RC23 Festival
  • Jahr 2023
Authentische Ansprache im Recruiting: Slam statt Azubi-RapFolien für Mitglieder · kostenlos

Das nimmst du mit

  1. Versuch nicht, um jeden Preis hip zu wirken. Gewollte Coolness wie gerappte Azubi-Songs wirkt schnell peinlich.
  2. Prüf Bilder und Texte deiner Anzeigen auf Klischees, besonders bei der Darstellung von Frauen.
  3. Kenn die Lage deiner Zielgruppe: Laut einer Forsa-Umfrage von 2022 arbeiten Frauen deutlich mehr in Teilzeit und sehen weniger Karrierechancen.
  4. Bezieh Haltung: Gleichberechtigung bringt laut Folien auch Männern mehr Wahl, weniger Stress und mehr Familienzeit.

Lade dir die Folien mit den Beispielen zu Bildsprache, Ansprache und feministischer Personalsuche herunter. Kostenlos für Mitglieder.

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Authentische Ansprache im Recruiting statt gewollter Coolness

Der Titel der Folien gibt die Richtung vor: „I don’t rap for employees, I slam!“ Wessel steht mit Studio36 für Film, Podcast und Beratung und berät seit 12 Jahren Unternehmen, NGOs, Parteien und Verbände in ihrer Kommunikation. Die Session fragt, wie du mit authentischer Ansprache deine Zielgruppe dazu bringst, sich zu bewerben.

Den Einstieg bilden gerappte Azubi-Songs aus einer YouTube-Sammlung der peinlichsten Beispiele. Überall heißt es: bloß nicht träge und verstaubt wirken. Die Folien zeigen, wohin das führt. Der Wunsch nach Lockerheit ersetzt keine echte Botschaft, und manche Kampagne transportiert dabei Bilder, die eine Zielgruppe eher abwerten als einladen.

Frauen ansprechen: Klischees erkennen, Lebensrealität kennen

Ein Schwerpunkt der Folien ist die Ansprache von Frauen. Gezeigt werden Beispiele aus Stellenanzeigen und Bilddatenbanken, in denen Frauen klischeehaft dargestellt oder sprachlich gar nicht mitgemeint sind. Zugespitzt fragen die Folien, was ein frisches, unverstaubtes Image noch wert ist, wenn im Motiv ein Mann der Kollegin auf den Hintern schaut.

Dem stellen die Folien Zahlen gegenüber. Laut einer Forsa-Umfrage von 2022 arbeiten Frauen viel häufiger in Teilzeit, mit Kindern 68 %, aber auch ohne Kinder. Und sie sehen in allen Bereichen weniger Karrierechancen. Wer Frauen für eine Stelle gewinnen will, muss diese Realität kennen.

Klare Haltung: feministische Personalsuche

Wessel plädiert für eine klare Haltung und nennt sie feministische Personalsuche. Ein Zitat aus der GQ von 2022 auf den Folien dreht die übliche Debatte um: Gleichberechtigung heißt auch ein längeres Leben für Männer, weniger Stress und Druck, mehr Zeit für die Familie und mehr Wahl.

Für die Praxis heißt das: Prüf vor der nächsten Kampagne Bilder, Formulierungen und Benefits darauf, wen sie ansprechen und wen sie ausschließen. Authentische Ansprache beginnt damit, die eigene Zielgruppe ernst zu nehmen, statt sich bei ihr anzubiedern. Frag dich bei jedem Motiv, ob sich eine Bewerberin darin wiederfindet, und lies deine Texte mit den Augen von Menschen in Teilzeit oder mit Familie.

Häufige Fragen

Wie spreche ich Frauen in Stellenanzeigen richtig an?

Die Folien raten zu einer klaren Haltung und warnen vor klischeehaften Bildern und Formulierungen. Kenn außerdem die Lebensrealität deiner Zielgruppe, etwa Teilzeit und die Sicht auf Karrierechancen.

Speaker

Nike Wessel

GF Stduio 36

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