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IT-Fachkräfte gewinnen: So sprichst du Tech-Talente ohne Klischees an

Wie willst du IT-Fachkräfte gewinnen, wenn sie dich nicht brauchen, du aber sie? Das EMBRACE Whitepaper #How To Demystify Nerds räumt mit Klischees über Tech-Talente auf und zeigt, wie du mit Candidate Persona, Empathy Map und Tipps von WeAreDevelopers besser ansprichst. Dazu kommt ein Praxisbeispiel: die Digitalkampagne von EMBRACE für EY.

  • Von EMBRACE
  • Format Whitepaper · Whitepaper #8
  • Datum 04.2022
IT-Fachkräfte gewinnen: So sprichst du Tech-Talente ohne Klischees anWhitepaper für Mitglieder · kostenlos

Das nimmst du mit

  1. Bau eine Candidate Persona für Tech-Talente: mit Wechselgründen, No-Gos, Must-Haves und den Kanälen, auf denen die Zielgruppe privat und beruflich unterwegs ist.
  2. Nenn das Gehalt, gib Feedback auf Bewerbungen und verzichte auf Spam. Genau das steht in der Beispiel-Persona unter No-Gos und Gründen gegen eine Bewerbung.
  3. Biete Inspiration statt reiner Stellenbesetzung: Coding Sessions, Workshops und echte Projekte holen Tech-Talente dort ab, wo ihre Erwartungen liegen.
  4. Zeig konkrete Projekte und echte Kolleg:innen. Die Kampagne für EY gewann damit 33 Plätze im Universum-Ranking.

Lade das ganze Whitepaper als PDF herunter, mit Beispiel-Persona, Empathy Map für Data Scientists und dem EY-Interview. Kostenlos für Mitglieder.

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Wer Tech-Talente wirklich sind

Das Whitepaper beginnt mit den Klischees: Videospiele, Karohemden, Kellerkinder. Dann kommen Tech-Talente selbst zu Wort, etwa Jannik (Master Student Blockchain & Distributed Ledger Technologies), Luisa (Web Developerin) und David (Frontend Developer). Der Tenor: Der Begriff Nerd ist heute eher positiv besetzt, und Software-Entwicklung ist Teamsport. Die meisten arbeiten in agilen Prozessen, in denen Kommunikation und enge Zusammenarbeit zählen.

Für dein Recruiting heißt das: Entwickler:innen sind latent arbeitssuchend, weil die Nachfrage das Angebot so weit übersteigt, dass sich die Stellensuche umkehrt. Laut einer WAD-Umfrage (n=844) wollen 3 von 10 keinen neuen Job, 6 von 10 suchen nicht aktiv, nur 1 von 10 sucht aktiv. Trotzdem sind 57 % offen für Veränderungen.

IT-Fachkräfte gewinnen mit Persona und Empathy Map

Statt mit Excel-Tabellen arbeitest du laut Whitepaper besser mit einer Candidate Persona. Das Beispiel Steve Rogers, Frontend Developer aus Berlin, zeigt, was hineingehört: Wechselgründe wie fehlendes Remote Work und keine Entwicklungsmöglichkeiten, No-Gos wie kein Feedback auf Bewerbungen oder Coding Skill Tests und Gründe gegen eine Bewerbung wie fehlende Gehaltsangabe, schlechte Arbeitgeberbewertung oder Spam vom Recruiter. Dazu die Kanäle: privat Telegram, Discord und Twitter, beruflich LinkedIn und WeAreDevelopers.

Der zweite Schritt ist die Empathy Map. Sie fragt, was die Zielgruppe sieht, hört, sagt und tut, denkt und fühlt. Das Whitepaper füllt sie beispielhaft für Data Scientists aus, etwa mit der Aussage, dass 80 % der Zeit für das Säubern von Datensätzen draufgehen und nur wenig für Insights bleibt.

Was Tech-Talente in der Ansprache erwarten

Ana Gospodinova, Director Talent Management bei WeAreDevelopers, beschreibt eine Lücke: Recruiter wollen Stellen besetzen, Tech-Talente wollen Inspiration und Spaß. Coding Sessions, Workshops und gute Projekte helfen, diese Lücke zu schließen. Nerven solltest du nicht mit Ausschreibungen, die nicht zum echten Anforderungsprofil passen, mit aufdringlicher Ansprache, endlosen Prozessen, zeitaufwendigen Codierungsaufgaben und Gehältern weit unter Branchenniveau.

Der Markt bleibt eng. Das Whitepaper nennt über 6 Millionen professionelle Entwickler in Europa im Jahr 2019 (Atomico), 96.000 unbesetzte IT-Stellen laut Bitkom und eine mögliche Lücke von einer Million Fachkräften bis 2030 (Boston Consulting Group). Dazu kommen die vier meistgesuchten Profile: Web, Mobile, Machine Learning und Blockchain Developers, jeweils mit ihren typischen Sprachen und Tools.

Zum Schluss räumt das Whitepaper mit Mythen auf. In der WAD-Umfrage sind 8 von 10 Tech-Talents zufrieden im Job, nur 16 % hadern mit ihrem Gehalt. Und das erste Computerprogramm stammt von einer Frau: Ada Lovelace.

Praxisbeispiel EY: So klappt die Ansprache von MINT-Talenten

EMBRACE hat mit EY eine Employer-Branding-Kampagne für IT-Expert:innen umgesetzt. Konkrete Projekteinblicke und Interviews mit Mitarbeitenden aus vier Bereichen füllen die Arbeitgeberversprechen mit Leben, gestaltet in Schwarz-Weiß mit dem EY-Gelb. Danach wurde EY im Universum-Ranking der IT-Studierenden als Highest Climber ausgezeichnet und gewann 33 Plätze.

Dana Schilling, Teamlead Employer Branding bei EY in Deutschland, ordnet im Interview ein: Heute setzt EY stärker auf Innovation, Nachhaltigkeit, Metaverse und Gaming Nights und lässt Kolleg:innen aus dem MINT-Bereich erzählen. Herausforderungen bleiben wenige, stark umworbene Frauen mit technischem Skillset und der Wunsch vieler Tech-Talente nach Fachkarrieren statt Führungskarrieren. EY antwortet darauf mit dem Technology Career Framework.

Dein erster Schritt: Bau aus deinen Daten eine Persona für die Tech-Rolle, die du am dringendsten besetzen willst, und prüf deine Stellenanzeige gegen die No-Gos aus dem Whitepaper. Fang bei Gehaltsangabe, Feedback auf Bewerbungen und Prozesslänge an.

Häufige Fragen

Wie spreche ich IT-Fachkräfte richtig an?

Mit Inspiration statt Druck: Coding Sessions, Workshops und echte Projekte. Vermeide laut Whitepaper unpassende Ausschreibungen, aufdringliche Ansprache, lange Prozesse, aufwendige Codierungsaufgaben und Gehälter unter Branchenniveau.

Sind Entwickler:innen offen für einen Jobwechsel?

In der zitierten WAD-Umfrage sucht nur 1 von 10 aktiv, aber 57 % sind offen für Veränderungen. Gleichzeitig sind 8 von 10 zufrieden im Job.

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