Das nimmst du mit
- Frag nach der Abschlussprovision: In typischen bAV-Verträgen stecken laut Schumacher zwischen 4 und 12 000 Euro pro Vertrag. ▶ 4:05
- Wer kurz bleibt, zahlt fast nur Kosten. Für Expats brauchst du einen Tarif ohne Abschlussgebühr, der sich sofort lohnt. ▶ 4:46
- Zeig den Hebel mit Zahlen: Im Beispiel werden aus 133 Euro netto 322 Euro pro Monat im Rententopf. ▶ 5:58
- Gib mehr als das gesetzliche Minimum von 15 Prozent. Schumacher empfiehlt 20 Prozent, dann kommst du als Arbeitgeber ungefähr bei null raus. ▶ 8:07
- Informier alle Mitarbeitenden über die Konditionen deiner bAV. Dazu bist du als Arbeitgeber verpflichtet. ▶ 16:26
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Kostenlos beitretenWarum die bAV einer der stärksten Benefits ist
Rob Schumacher nennt Rentenversicherung selbst eines der langweiligsten Themen überhaupt. Wer sich damit beschäftigt, findet aber einen der größten Mehrwerte, die ein Unternehmen bieten kann. Feather ist seit 2018 am Markt und auf Menschen spezialisiert, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen: Registrierung und Schadenmeldung auf Englisch, transparente Gebühren, monatlich kündbar.
Viele Expats wissen bei der Ankunft nicht, ob sie ein Leben lang bleiben. Mit der Zeit passen sie sich dem deutschen Sicherheitsbedürfnis an, und irgendwann wird auch die Rente zum Thema. Mit 21 schätzt kaum jemand eine betriebliche Altersvorsorge. Spätestens wenn Kinder kommen oder die Frage nach später drängt, wird sie zu einem der gefragtesten Benefits.
Der Hebel: aus 133 Euro netto werden 322 Euro
Schumacher rechnet ein Beispiel vor: Wer 65 000 Euro verdient, Kirchensteuer zahlt und gesetzlich krankenversichert ist, legt 133 Euro aus dem Netto in die bAV. Der Arbeitgeber gibt 42 Euro dazu, das gesetzliche Minimum. Die Ersparnis bei Steuern und Abgaben bringt weitere 146 Euro. Zusammen fließen 322 Euro pro Monat in die Altersvorsorge.
Auch für Arbeitgeber rechnet sich das. Weil sie ebenfalls Sozialabgaben sparen, ist der Pflichtzuschuss von 15 Prozent so gewählt, dass sie damit Geld sparen. Bei 100 Mitarbeitenden mit durchschnittlichen Beiträgen kommen laut Schumacher rund 16 000 Euro pro Jahr zusammen. Feather empfiehlt deshalb einen Zuschuss von 20 Prozent: So landest du ungefähr bei null und musst dir nicht vorwerfen lassen, an dem Benefit zu verdienen.
„Ich zahle quasi diese riesigen Kosten und wenn ich nach 5 Jahren wieder gehe, habe ich eigentlich fast nur Kosten gezahlt und nichts für meine Altersvorsorge getan …“
Betriebliche Altersvorsorge für Expats: das Problem der Provision
Warum nutzen dann so wenige Unternehmen die bAV richtig? In typischen Verträgen stecken laut Schumacher zwischen 4 und 12 000 Euro versteckte Provision pro Vertrag, in einer günstigeren Stufe 2 bis 6000 Euro. Das fällt kaum ins Gewicht, wenn jemand 30 Jahre lang einzahlt. Für Expats ist es fatal: Wer nach 5 Jahren wieder geht, hat vor allem Kosten bezahlt.
Das gilt nicht nur für internationale Fachkräfte. Kaum jemand bleibt heute 30 Jahre im selben Job oder ohne Pause. Die klassischen Produkte passen deshalb schlecht zu modernen Erwerbsbiografien. Dazu kommt: Der Arbeitgeber wählt den Anbieter. Wer sich nicht mit den Produkten beschäftigt, nimmt oft irgendeinen Vertrag mit hohen Abschlusskosten.
Woran du eine gute bAV erkennst
Feather verzichtet auf die Abschlussgebühr und hält die laufenden Kosten niedrig, weil alles digital läuft. Damit lohnt sich jeder Vertrag ab dem ersten Monat. In einem typischen Vergleich mit 322 Euro monatlichem Beitrag landen am Ende 11 000 bis 15 000 Euro mehr im Rententopf.
Schumacher nennt auch die Nachteile offen. Das Geld ist bis zur Rente gebunden. Mindestens 60 Prozent der Anlage müssen als Garantie festgelegt werden. Für den Rest rät Schumacher zu einem einfachen, günstigen Baustein wie einem MSCI-World-ETF, der Garantieteil kostet unter 0,5 Prozent. Versicherungspartner ist die Alte Leipziger. Weil die Beiträge vor Steuern aus dem Gehalt fließen, ist die bAV laut Schumacher deutlich stärker als ein privat besparter ETF.
So prüfst du die bAV in deinem Unternehmen
Oft kommt der Anstoß von Mitarbeitenden, die ein günstigeres Angebot gefunden haben. Nimm das als Anlass, deinen bestehenden Vertrag durchzurechnen und mit Alternativen zu vergleichen. Kläre auch den Arbeitgeberwechsel: Mitarbeitende können ihren Vertrag mitnehmen. Der neue Arbeitgeber darf widersprechen, dann wandert das Geld in dessen Tarif. Laut Schumacher übernehmen Firmen den günstigeren Tarif in der Praxis aber meist.
Wichtig ist die Kommunikation. Du musst jede Person über die Konditionen deiner bAV informieren, und Zuschüsse unterscheiden sich stark, manche Arbeitgeber geben sogar 200 Prozent. Gut erklärt wird die bAV laut Schumacher extrem geschätzt, weil sie mehr ist als ein Fitnessstudio-Zuschuss: echte Vorsorge für die Zeit nach dem Job.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine betriebliche Altersvorsorge für Expats?
Ja, wenn der Vertrag keine hohe Abschlussprovision hat. Sonst zahlen Expats, die nach wenigen Jahren gehen, vor allem Kosten und sparen kaum für die Rente.
Wie viel muss der Arbeitgeber zur bAV zuschießen?
Das gesetzliche Minimum liegt bei 15 Prozent. Weil Arbeitgeber dabei Sozialabgaben sparen, empfiehlt Schumacher 20 Prozent.
Speaker
Rob Schumacher




