Das nimmst du mit
- Nutz KI für die Vorqualifizierung: Im Praxisfall von empion sank die Time to Hire für eine Stelle in der Wirtschaftsprüfung von 22 auf 9 Tage. ▶ 10:31
- Prüf das Wording deiner Stellenanzeigen: Laut Superheldin lesen Frauen Anzeigen Wort für Wort, jede Formulierung kann zur Hürde werden. ▶ 26:00
- Miss dein Azubi-Recruiting: Laut uform-Studie nutzen nur 33 % der Unternehmen Kennzahlen wie Time to Hire. ▶ 36:49
- Denk an die Frontline: Blue-Collar-Beschäftigte machen weltweit 80 % aus und sind oft digital nicht ans Unternehmen angebunden. ▶ 53:03
- Bewirb dich vom Handy auf deine eigenen Stellen und schau, wo der Prozess hakt. ▶ 1:22:51
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KI im Recruiting: Wie empion Werte und Kultur matcht
Den Anfang macht empion. Das Start-up nutzt KI-Systeme, um Werte und Unternehmenskultur messbar zu machen und Headhunting für den Massenmarkt zugänglich zu machen. Die Idee dahinter: Ein Headhunting-Gespräch hat rein mathematisch mehr als 100 Millionen Interaktionsmöglichkeiten. Ein KI-System stellt nur die Fragen, die für eine Person relevant sind, und findet trotzdem das passende Match zwischen Unternehmen und Bewerbenden.
empion ordnet auch ehrlich ein, wo der Markt steht. Auf einer Skala von Level 0 ohne KI bis Level 4, dem autonomen Recruiting, steht die Anwendung noch ganz am Anfang. Schon einfache Anwendungen bringen aber viel: In einer Fallstudie sank die Time to Hire für eine Stelle in der Wirtschaftsprüfung von 22 auf 9 Tage. Der Ablauf startet mit einer Kulturanalyse, die teils nur einen halben Tag dauert. Danach folgen Ausspielung und Vorqualifizierung über verschiedene Kanäle, bevor das Unternehmen übernimmt. Dazu kommt ein Appell an HR in Europa: mehr Mut zum Einsatz von KI.
Frauen gewinnen: Superheldin und die Sprache der Stellenanzeige
Eva Wiesner von Superheldin startet mit zwei Zahlen: 1.700.000 Frauen würden gern arbeiten, finden aber nicht den richtigen Job. Gleichzeitig fehlen in Deutschland knapp 2 Millionen Fachkräfte. Einfach ist der Weg trotzdem nicht, denn 52 % der jobsuchenden Frauen wurden schon im Bewerbungsprozess diskriminiert.
Superheldin setzt deshalb auf eine Community, in der Unternehmen sich transparent zeigen, und auf eine eigene Jobbörse mit allen Benefits und Rahmenbedingungen. Jede Anzeige bekommt einen Wording-Check. Der Hintergrund aus Eye-Tracking, bewusst stereotyp formuliert: Der Mann liest den Titel und springt zu den Benefits, die Frau liest Wort für Wort. Mit Quick Apply dauert eine Bewerbung 20 bis 30 Sekunden, die Bewerbungsquote ist fast zehnmal so hoch.
„Es sind genug Frauen da die tatsächlich auf Jobsuche sind die gerne einen neuen Arbeitgeber einen familienfreundlichen Arbeitgeber haben möchten und eigentlich müsst ihr sie nur noch ansprechen …“
Azubi-Recruiting mit Daten statt Bauchgefühl: uform
uform sieht in der Ausbildung eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Die jährliche Studie befragt ausbildende Unternehmen und Jugendliche. 70 % der Unternehmen geben der Ausbildung einen hohen Stellenwert. Aber 52 % der Jugendlichen haben mehr als ein Angebot, und 58 % der Unternehmen können nicht alle Plätze besetzen. Nur 33 % nutzen Kennzahlen wie Time to Hire, der Rest entscheidet aus dem Bauch.
uform begleitet die ganze Strecke: Testverfahren zur Berufsorientierung, ein Bewerbermanagement mit Schnittstellen zu Plattformen und Social Media und Lernangebote für die IHK-Abschlussprüfung. Ein Beispiel: Bewerbende füllen in 60 Sekunden ein Formular aus und werden automatisch zum Online-Test eingeladen.
HR-Tech Start-ups für Bindung: Frontline und mentale Gesundheit
Flip richtet den Blick auf Beschäftigte ohne Schreibtisch. Viele Blue-Collar-Beschäftigte haben keinen E-Mail-Zugang, Informationen hängen am schwarzen Brett, Urlaubsanträge laufen auf Papier. Dabei machen sie weltweit 80 % der Beschäftigten aus. In Deutschland fühlen sich nur 17 % emotional an ihren Arbeitgeber gebunden, und fast jeder zweite Frontline-Worker überlegt zu kündigen. Flip dockt als App an bestehende IT-Systeme an: Schichtpläne, Urlaubstage, Chat und Feedback an Führungskräfte laufen in einer Oberfläche. Die These: 2023 ist im HR nicht das Jahr der KI, sondern das Jahr der Frontline und der Digitalisierung.
Ein weiteres Start-up widmet sich Work-Life-Balance und mentaler Gesundheit. Eine klassische Krisenberatung über ein EAP nutzen nur etwa 1 bis 5 % aller Beschäftigten. Wer die anderen 95 % erreichen will, braucht niedrigschwellige Angebote entlang von Lebensphasen: Vorträge, Workshops, virtuelle Kinderbetreuung und Beratung bis zur Eins-zu-eins-Unterstützung. Bei TÜV Nord sagen 95 % der Nutzenden, dass das Angebot die Arbeitgeberattraktivität gesteigert hat. In den ersten Monaten wurden mehr als 25 % der Beschäftigten aktiv.
Mobile Bewerbung mit hokify und dein erster Schritt
hokify überträgt das Prinzip von Shopping- und Buchungs-Apps auf die Bewerbung: ein zentrales Profil für viele Jobs. Gerade passive Kandidatinnen und Kandidaten haben keinen aktuellen Lebenslauf auf dem Handy. Bei hokify entsteht er im Bewerbungsprozess per Dropdown und wird als PDF erzeugt. Kein App-Download, kein Konto, im Schnitt 3 Minuten bis zur fertigen Bewerbung.
Dein erster Schritt: Bewirb dich selbst vom Handy auf eine deiner Stellen. Wo du ein Konto anlegen oder einen Lebenslauf hochladen musst, verlierst du Bewerbende. Danach lohnt der Blick auf die anderen Themen des Webinars: Wording, Frontline-Kommunikation und Angebote, die alle Beschäftigten erreichen.
Häufige Fragen
Wie kann KI im Recruiting die Time to Hire senken?
Im Praxisfall von empion sank die Time to Hire für eine Stelle in der Wirtschaftsprüfung von 22 auf 9 Tage. Grundlage war eine Analyse von Kultur und Werten, mit der Bewerbende vorqualifiziert wurden.
Wie erreiche ich Frontline-Mitarbeitende digital?
Flip setzt auf eine App, die an bestehende IT-Systeme andockt. Darüber sehen Beschäftigte ohne E-Mail-Zugang Schichtpläne und Urlaubstage und können Feedback geben.
Warum erreichen EAP-Angebote nur wenige Beschäftigte?
Laut Webinar nutzen nur etwa 1 bis 5 % aller Beschäftigten eine Krisenberatung. Niedrigschwellige Angebote wie Vorträge, Workshops oder virtuelle Kinderbetreuung erreichen deutlich mehr Menschen.




