Das nimmst du mit
- Optimier deine Karriereseite für Google: 73,2 Prozent der Jobsuchenden starten dort, über 90 Prozent der Karriereseiten sind aber nicht auffindbar. ▶ 0:47
- Nutz Jobtitel, die Menschen wirklich suchen: Lkw-Fahrer wird viermal so häufig gesucht wie Berufskraftfahrer. ▶ 3:07
- Prüf die SEO-Basics: Title-Tag mit Jobtitel und Ort, genau eine H1, eine klickstarke Meta-Description und bestandene Core Web Vitals. ▶ 6:22
- Leite besetzte Stellen auf passende Alternativen weiter, statt Bewerbende auf einer 404-Seite enden zu lassen. ▶ 8:53
- Beantworte auf Berufsbildseiten alle Fragen: Aufgaben, Voraussetzungen, Dauer, Vergütung und Bewerbungsablauf. Das mögen Google und KI-Sprachmodelle. ▶ 10:49
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Kostenlos beitretenWarum Karriereseiten bei Google fehlen
Niemand kennt Jobsuchende so gut wie Google, sagt Thorsten Piening. 73,2 Prozent aller, die eine neue berufliche Herausforderung suchen, beginnen bei Google, in der Ausbildung sind es sogar 84,3 Prozent. In der Internetsuche hat Google einen Marktanteil von 88 Prozent, mobil ist Google quasi absoluter Marktführer, egal ob auf Android oder iOS. Trotzdem sind über 90 Prozent aller Karriereseiten bei Google nicht auffindbar.
Piening analysiert Karriereseiten mit Sistrix. An der Seite einer bekannten Marke zeigt Piening, wie das aussieht: Sie rankt nur für Minijob plus Stadt, nicht für Ausbildung oder Ausbildungsberufe. Die Gründe dafür sind typisch für HR.
Karriereseite bei Google: Es beginnt beim Jobtitel
Der erste Fehler steht ganz oben: der falsche Jobtitel. Berufskraftfahrer ist die offizielle Bezeichnung, Lkw-Fahrer wird aber viermal so häufig gesucht. Interne Titel wie Senior Internal Transport Manager sucht bei Google niemand. Ein Beispiel aus Pienings Praxis: Ausgeschrieben waren Kundenservice-Mitarbeitende, gemeint waren Callcenter-Agents. Für Callcenter-Job gibt es monatlich 5400 Suchanfragen, für Kundenservice-Mitarbeiter gerade einmal 480.
Das zweite Problem ist Duplicated Content. Wer eine Stelle per Multiposting auf vielen Plattformen veröffentlicht oder dieselben Berufe für viele Standorte ausschreibt, produziert doppelte Inhalte. Google kann nicht erkennen, wer von wem abgeschrieben hat, und blendet Ergebnisse aus.
„Mein Mantra ist es, dass die Karriereseite in das Zentrum der Candidate Journey gehört.“
Technik und On-Site-Optimierung: die SEO-Basics
Wir nutzen das Smartphone im Schnitt 4-5 Stunden am Tag, entsprechend achtet Google auf Performance. Mit dem kostenlosen Tool Google PageSpeed Insights prüfst du, ob deine Seite die Core Web Vitals besteht. Fällt sie durch, gibt es kein gutes Ranking. Außerdem hat die Hauptdomain für Google mehr Relevanz als eine Subdomain. Berufsbilder gehören deshalb besser unter die Hauptdomain.
Bei der On-Site-Optimierung zählen Title-Tag mit Beruf und Ort und genau eine H1-Überschrift. Die Meta-Description beeinflusst die Klickrate: Statt nur „Kundenservice in Hamburg“ wirkt „Job als Callcenter-Agent in Hamburg, starte durch, 30 Tage Urlaub“ mit Telefonnummer deutlich besser. Robots.txt und Sitemap helfen Google beim Finden. Leere Seiten können sogar zur Abstrafung führen.
Ist eine Stelle besetzt, landen Bewerbende oft auf einer 404-Seite. Leite stattdessen auf passende Alternativen weiter. Und weil Google Nutzersignale wie die Verweildauer auswertet, zählt auch die Bewerbung selbst: Datensparsamkeit und wenige Formularfelder senken die Hürde.
Berufsbildseiten: das Beispiel PwC
Content is King, der Satz stammt aus einem Essay von Bill Gates von 1996. Fragst du Personalverantwortliche, was Azubis interessiert, kommt meist: Gehalt. Tatsächlich wollen sie wissen, welche Aufgaben sie haben, welche Voraussetzungen sie brauchen, wie lange die Ausbildung dauert, was sie verdienen und wie der Bewerbungsprozess läuft. Je besser deine Seite das beantwortet, desto besser schneidet sie bei Google und KI-Sprachmodellen ab.
PersoMatch hat für PwC solche holistischen Landingpages gebaut: statische Berufsbildseiten, die ein Thema vollständig abdecken, abgestimmt mit PwC und auf Basis von Relevanz-Algorithmen wie WDF*IDF. Wer nach Aufgaben Consultant Steuern sucht, findet karriere.pwc.de auf Position 0 als Featured Snippet. Auch bei Gehalt oder Tätigkeiten steht PwC laut Piening in den Top 3 oder Top 10, bundesweit.
Der Effekt reicht über Google hinaus. Bing hat in Deutschland im Desktop-Bereich zwischen 11 und 17 Prozent Marktanteil, ChatGPT und Copilot nutzen die Bing-Suche. In KI-Sprachmodellen wird die PwC-Karriereseite deutlich häufiger zitiert als klassischer Job-Content.
Dein erster Schritt: die Karriereseite ins Zentrum stellen
Pienings Mantra: Die Karriereseite gehört ins Zentrum der Candidate Journey. Stellenanzeigen verkaufen keine Jobs. Auf der Karriereseite stehen Testimonials, Videos, Benefits und Emotionen, dort findet der echte Kontakt statt. Starte mit einem Check deiner wichtigsten Stellen: Stimmen Jobtitel, Title-Tag, H1 und Meta-Description, und besteht die Seite die Core Web Vitals? Gute Sichtbarkeit spart dir laut Piening Stress mit Jobbörsen und wertvolles Werbebudget.
Häufige Fragen
Wie wird meine Karriereseite bei Google gefunden?
Nutz Jobtitel mit Suchvolumen, vermeide doppelte Inhalte und achte auf Title-Tag, eine H1, Meta-Description und gute Performance. Berufsbildseiten, die echte Fragen beantworten, ranken laut Thorsten Piening besonders gut.
Werden Karriereseiten auch in ChatGPT gefunden?
KI-Sprachmodelle recherchieren ebenfalls, ChatGPT und Copilot nutzen die Bing-Suche. Gut strukturierte Berufsbildseiten wie bei PwC werden dort häufiger zitiert.




