Das nimmst du mit
- Lass die Storyline nach dem Klick nicht abreißen: Führ Anzeigen und QR-Codes auf eine Landingpage, die Bildwelt und Botschaft der Kampagne aufnimmt. ▶ 5:13
- Bau zielgenaue Landingpages pro Zielgruppe und Standort, etwa für Entwickler:innen oder Sales. Das verbessert Auffindbarkeit und Passung. ▶ 6:23
- Denk an KI-Suche: Anfragen in ChatGPT oder Perplexity sind viel genauer als Google-Schlagworte. Zielgenauer Content wird noch wichtiger. ▶ 7:56
- Halt deine Karriereseite schnell, barrierefrei, mobil und leicht konsumierbar. Eine fancy Seite, die nicht konvertiert, hilft niemandem. ▶ 10:57
- Miss Erfolg bis zur bestandenen Probezeit und spiel die Gründe für Absagen und Einstellungen zurück auf deine Landingpages. ▶ 16:11
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Kostenlos beitretenLandingpages im Recruiting: Warum die Storyline nicht abreißen darf
Soth startet mit einem Schuh. Du siehst am Bahnausgang ein Plakat oder auf Instagram eine Anzeige, das Design spricht dich an, du scannst den QR-Code. Und landest im Onlineshop, wo vom Gefühl der Anzeige nichts mehr übrig ist und der Schuh nicht zu finden ist. Die Conversion fällt rapide, niemand kauft. Im schlimmsten Fall merkt der Anbieter es nicht einmal.
Genau das passiert im Recruiting oft. Soth zeigt die Kampagne von Aurubis, einem Kunden aus dem Metallgewerbe: Es gibt 118 Elemente im Periodensystem, und du bist das 119. und wertvollste. Wer auf so eine Anzeige klickt, landet häufig auf einer Stellenanzeige mit anderem Design, der allgemeinen Karriereseite oder der Homepage. Die Investition in die Story verpufft. Besser ist eine Landingpage, die das Feuer und den Hochofen wieder aufnimmt, mit passenden Benefits, Kontakt und Video. Solche Seiten konvertieren laut Soth deutlich besser.
Zwei Einsatzfelder: Kampagnen und dauerhafter Content
Landingpages begleiten zum einen temporäre Aktivitäten wie Social-Media-Kampagnen oder einen Messestand. Zum anderen wirken sie als dauerhafter Content für die Suche. Wer Entwickler:innen sucht, braucht eine Seite genau für sie, mit Frontend- und Backend-Jobs, Benefits und Stimmen aus dem Team. Dasselbe gilt für Sales oder für Standorte wie Berlin, Hamburg und München. So entsteht eine ganze Armada zielgenauer Seiten. Je genauer der Content, desto besser die Chance, gefunden zu werden, und desto höher die Passung der Bewerbenden.
Dazu verändert sich die Suche. Viele fragen inzwischen Perplexity oder ChatGPT, und bei Google steht oft eine KI-Antwort von Gemini ganz oben. Wer eine KI fragt, formuliert viel genauer als mit ein paar Schlagworten. Soth spricht deshalb eher von KI-Optimierung als von SEO. Die klassischen Jobanzeigen der Stellenbörsen rutschen dabei nach unten.
„Weil das was ihr eigentlich wollt sind Einstellungen oder noch besser überstandene Probezeiten, also ein erfolgreiches Onboarding …“
Was eine Karriereseite heute leisten muss
Die Karriereseite ist wie der Shop, in dem man sich vor dem Kauf umschaut. Egal ob jemand dich über StepStone, eine Landingpage oder eine Messe findet, auf der Karriereseite fällt die Entscheidung, ob das Unternehmen passt. Wichtig sind laut Soth Auffindbarkeit über Suche und KI, denn jedes Talent über SEO ist günstiger als über eine Jobbörse. Dazu kommen Performance, Barrierefreiheit mit Blick auf das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, Mobiloptimierung und ein konsumierbares Design.
Konsumierbar heißt: Wer zum ersten Mal kommt, will schnell verstehen, was das Unternehmen macht und wo die Jobs sind. Sehr lange Seiten erhöhen die Absprungrate, und eine High-End-Seite kann cool aussehen und trotzdem nicht konvertieren. Ein weiterer Punkt: Das Marketing kennt die Zielgruppe Kundschaft, nicht die Zielgruppe Talent. Soth ist überzeugt, dass Landingpages und Karriereseiten deshalb in die Hände von HR gehören.
Data: Erfolg bis zur Probezeit messen
Was ist Erfolg? Ein Klick, eine Bewerbung? Dort hört die Messung oft auf. Eigentlich willst du Einstellungen oder, noch besser, überstandene Probezeiten. Soth vergleicht das mit einer Kochshow, in der Profis ein unbekanntes Gericht nachkochen: probieren, nachwürzen, wieder probieren. HR sitzt weit hinten im Funnel. Warum hat jemand nicht gepasst, warum hat jemand gepasst? Diese Erkenntnisse gehören ganz nach vorn auf Karriereseite und Landingpages. Das geht nur, wenn du die Kontrolle über den gesamten Funnel hast.
Dein erster Schritt zu besseren Landingpages
Soth ordnet ein: Durch den demografischen Wandel gibt es weniger Talente und weniger aktiv Suchende, gleichzeitig steigt der Kostendruck und Daten werden wichtiger. Methoden aus dem E-Commerce und KI helfen, gegenzusteuern. Im Vortrag zeigt Soth dazu ein neues Produkt von d.vinci, bei dem ein KI-Agent die bestehende Website ausliest und eine Karriereseite zu rund 80% vorbefüllt. Für ein Beispiel mit EMBRACE brauchte Soth nach eigener Aussage 5 Minuten bis zur fertigen Seite.
Unabhängig vom Tool gibt Soth einen einfachen Test mit: Zeig deine Karriereseite oder Landingpage Freunden und Familie und frag, was für ein Unternehmen dahintersteckt. Passt die Antwort nicht zu dem, was du denkst, frag dich, warum das so ist und warum du es nicht änderst.
Häufige Fragen
Warum brauche ich Landingpages für Recruiting-Kampagnen?
Weil die Storyline einer Anzeige sonst nach dem Klick abreißt. Eine Landingpage, die Bildwelt und Botschaft der Kampagne aufnimmt, konvertiert laut Adrian Soth deutlich besser als die allgemeine Karriereseite.
Wie messe ich den Erfolg einer Recruiting-Kampagne?
Nicht nur an Klicks oder Bewerbungen. Soth rät, bis zu Einstellungen oder besser bis zur bestandenen Probezeit zu messen und die Erkenntnisse zurück in Karriereseite und Landingpages zu spielen.
Speaker
Adrian Soth
d.vinci




