Das nimmst du mit
- Denk den Einstieg früher: Erwartungen an den Job entstehen schon in der Phase vor der Einstellung, nicht erst am ersten Arbeitstag.
- Achte auf die Divergenz: Nach dem Start trennen sich erfüllte und unerfüllte Erwartungen aus dem psychologischen Vertrag.
- Mach Erwartungsmanagement zur Aufgabe im Recruiting: Die Leitfrage des Vortrags lautet, wie sich Erwartungen managen lassen.
Lade die Folien von Annica Lau herunter, mit den Grafiken zum psychologischen Vertrag und der vollständigen Quellenliste. Kostenlos für Mitglieder.
Kostenlos beitretenWas der psychologische Vertrag beim Berufseinstieg bedeutet
Neben dem Arbeitsvertrag gibt es einen zweiten Vertrag, den niemand unterschreibt: die Erwartungen, die Beschäftigte und Arbeitgeber aneinander haben. Die Forschung nennt das psychologischen Vertrag. Annica Lau stellt ihn in den Mittelpunkt und überschreibt die passende Folie mit „The REAL Deal“.
Der Hintergrund steht in der Quellenliste. Lau hat 2023 an der University of Worcester eine Dissertation über die psychologischen Verträge junger Berufstätiger vorgelegt. Ziel der Arbeit ist ein menschenzentriertes Personalmanagement. Dazu kommen Arbeiten von Denise Rousseau zu geschriebenen und ungeschriebenen Vereinbarungen in Organisationen.
Erwartungen steigen schon vor dem ersten Arbeitstag
Der Titel nutzt ein Bild aus der Raumfahrt: Die Erwartungen schießen in die Höhe. Eine Grafik in den Folien zeigt die Erwartungen über die Zeit. In der Phase vor der Einstellung wachsen die Erwartungen an den künftigen Job. Mit dem Start der Beschäftigung kommt die Divergenz: Ein Pfad steht für erfüllte, einer für unerfüllte Erwartungen aus dem psychologischen Vertrag.
Unter „Launch Sequence activated“ greift der Vortrag die Grafik ein zweites Mal auf. Damit rückt der Übergang vom Bewerbungsprozess in den Job in den Fokus. Genau dort entscheidet sich, welcher der beiden Pfade gilt.
Auf welche Forschung sich der Vortrag stützt
Die Folien verweisen auf Studien zu Generationen am Arbeitsplatz, zum dualen Studium und auf Arbeitsmarktdaten von Destatis. Auch der Berufsbildungsbericht 2020 taucht auf. Eine Studie untersucht die Erwartungen von Absolventinnen und Absolventen im Management, eine andere, wie sich Angebote und Leistungen im psychologischen Vertrag neuer Beschäftigter erfüllen. Wer tiefer einsteigen will, findet in der Literaturliste einen guten Startpunkt.
Erwartungen junger Talente managen: dein erster Schritt
Die zentrale Frage des Vortrags lautet: Wie lassen sich Erwartungen managen? Für Recruiting und Ausbildung heißt das, den psychologischen Vertrag nicht dem Zufall zu überlassen. Was du in Stellenanzeigen, Gesprächen und beim Onboarding versprichst, prägt die Erwartungen, an denen der Job später gemessen wird.
Ein guter erster Schritt: Frag junge Talente vor dem Start, was sie sich vom Job erwarten, und gleich das mit dem Alltag ab. Lau verabschiedet sich mit einem Satz, der auch für Arbeitgeber passt: Wenn dir etwas Angst macht, ist es vielleicht genau das Richtige zum Ausprobieren.
Häufige Fragen
Was ist ein psychologischer Vertrag im Job?
Der psychologische Vertrag umfasst die ungeschriebenen Erwartungen zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber. Die Folien von Annica Lau unterscheiden dabei erfüllte und unerfüllte Erwartungen.
Speaker
Annica Lau




