Das nimmst du mit
- Setz das Logo ins obere Drittel und mach die Botschaft groß. Am Plakat hast du nur 2 bis 3 Sekunden. ▶ 9:09
- Teste deine Motive: Ein optimiertes Plakat erreichte in der Zielgruppe 45 Prozent Wiedererkennung, das andere nur 22 Prozent. ▶ 10:26
- Druck keine ganze Stellenanzeige aufs Plakat. Weniger ist mehr, ein QR-Code liefert den Call to Action. ▶ 14:09
- Erreich passive Talente: Stellenanzeigen lesen vor allem aktiv Suchende, Plakate sehen auch Menschen, die gerade woanders arbeiten. ▶ 15:38
- Steuer digital aus: andere Motive rund um Schulen und Universitäten als um Industriegebiete, passende Zeitschienen, Wetter oder Orte. ▶ 18:47
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Kostenlos beitretenWarum Out-of-Home Recruiting Reichweite und Vertrauen bringt
Die größte Stärke von Außenwerbung ist Reichweite. Laut Vortrag erreicht WallDecaux in der Regel innerhalb einer Woche 80 bis 90 Prozent der Einwohner einer Stadt, in der das Unternehmen Flächen hat. Das Duo nennt Out of Home deshalb das letzte überlebende Massenmedium: Schülerinnen, Studierende, Eltern und Berufstätige sind täglich unterwegs, zur Schule, zum Einkaufen, zur Arbeit oder zum Sport.
Dazu kommt Vertrauen. Wer eine Marke im Alltag immer wieder im öffentlichen Raum sieht, baut Nähe zu ihr auf. Als Beleg nennt der Vortrag eine Studie von Adidas, die durch Out of Home 24 Prozent mehr Markenvertrauen gewonnen hat. Werbung auf der Straße lässt sich zudem nicht wegklicken wie ein Spot vor einem Online-Video.
Kreation entscheidet: Logo oben, Botschaft in Sekunden
Der beste Standort hilft wenig, wenn die Kreation nicht stimmt. Vor dem Plakat steht vielleicht ein Fahrrad oder jemand wartet an der Haltestelle. Steht das Logo im unteren Drittel, ist der Absender verdeckt. Deshalb gehört es nach oben. Anders als in einer Zeitschrift bleibt der Kontakt flüchtig, die Botschaft muss in 2 bis 3 Sekunden klar sein. Die Kreation macht laut Vortrag ungefähr 50 Prozent des Impacts aus.
Ein Kunde hat zwei Motive parallel getestet: eines in Köln und Berlin, das andere in Düsseldorf. Eine Heatmap-Analyse mit Eyetracking-Brille zeigt den Unterschied. Beim schwächeren Motiv bekam das unten platzierte Logo unter 1 Prozent der Aufmerksamkeit. In der Kernzielgruppe zwischen 18 und 34 lag die Wiedererkennung des optimierten Motivs bei 45 Prozent, beim anderen bei 22 Prozent.
Für die Gestaltung nutzt WallDecaux unter anderem eine virtuelle Stadt, in der du prüfst, ob die Botschaft aus 50 oder 20 Metern lesbar ist.
„Wer liest sich in der Regel die Stellenanzeige durch? In der Regel sind es ja die Leute, die aktiv auf Jobsuche sind.“
Recruiting-Plakate: weniger Text, mehr Menschen
Der wichtigste Rat für Recruiting-Motive: kreativ sein und keine ganze Stellenanzeige aufs Plakat drucken. Airbus zeigt laut Vortrag, wie es geht, mit Humor und echten Mitarbeitenden. Das macht die Marke nahbar und sichtbar. Intern erzeugt es Stolz, wenn Beschäftigte sich selbst auf der Straße wiederfinden.
Ein Nebeneffekt ist für das Recruiting besonders wertvoll. Stellenanzeigen lesen vor allem Menschen, die aktiv suchen. Plakate erreichen auch Talente, die gerade bei einem anderen Arbeitgeber sind und beim Warten an der Haltestelle merken, dass ein Unternehmen sucht. Bei jüngeren Zielgruppen sehen auch Eltern, Onkel und Tanten das Motiv und geben den Tipp weiter.
Digital Out of Home: Zielgruppen genau aussteuern
Digitale Screens lösen ein altes Problem. Ein klassisches Plakat hängt eine Woche, auch wenn die Stelle nach drei Tagen besetzt ist. Digital kannst du mehrere Jobs zu unterschiedlichen Zeiten bewerben. Bewegte Inhalte ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich als ein statisches Motiv.
Über Programmatic Advertising lässt sich die Ausspielung nach Zeitschiene, Wetter oder Orten steuern, etwa nur morgens von 6 bis 10 oder nur an großen Ein- und Ausfallstraßen. Rund um Schulen und Universitäten kann ein anderes Motiv laufen als im Industriegebiet. Ein Beispiel aus dem Vortrag spricht Menschen im Feierabendstau an und wirbt mit 100 Prozent Remote und 40 Stunden mehr Zeit für Familie und Freunde.
Call to Action und kleines Budget: dein Einstieg
QR-Codes sieht das Duo inzwischen positiv. Seit Corona sind sie gelernt und bringen den Call to Action aufs Plakat, gerade bei jungen Zielgruppen. Dass es auch mit kleinem Budget geht, zeigt eine Alltagsbegleitung aus der Pflege in Hamburg. Mit nur 50 Flächen und einem Gewinnspiel auf Social Media, bei dem Menschen ein Foto der Plakate posten und ein erholsames Wochenende in der Therme gewinnen konnten, verband das Unternehmen Straße und Netz. Dein erster Schritt: Überleg, wo deine Wunschkandidat:innen im Alltag unterwegs sind, und teste zwei Motive gegeneinander.
Häufige Fragen
Lohnt sich Plakatwerbung für Recruiting?
Laut Pinke und Sydor ja, wenn die Kreation stimmt: Plakate erreichen in kurzer Zeit viele Menschen einer Stadt, auch passive Talente, die keine Stellenanzeigen lesen.
Wie gestalte ich ein Recruiting-Plakat?
Setz das Logo ins obere Drittel, halte den Text kurz und mach die Botschaft in 2 bis 3 Sekunden erfassbar. Ein QR-Code liefert den Call to Action.
Speaker:innen
Louisa Pinke
WallDecaux




