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Transparenz im Bewerbungsprozess: der Arbeitsvertrag vor dem ersten Gespräch

Wie viel Transparenz im Bewerbungsprozess traust du dich? Eva Greger zeigt beim HR Slam Frankfurt, wie eine Tochter der Allianz allen passenden Bewerbenden schon vor dem ersten Gespräch ein ehrliches Exposé schickt, inklusive vollständigem Blanko-Arbeitsvertrag, und warum die Gespräche dadurch besser geworden sind.

  • Mit Eva Greger
  • Von Allianz
  • Format HR Slam · HR Slam Frankfurt
  • Datum 08.04.2025
Transparenz im Bewerbungsprozess: der Arbeitsvertrag vor dem ersten GesprächVideo für Mitglieder · kostenlos

Das nimmst du mit

  1. Lies späte Absagen als Signal: Platzen Prozesse nach zwei, drei Gesprächsrunden, passen oft die Erwartungen nicht, nicht die Fachlichkeit. ▶ 2:11
  2. Schick nach dem ersten positiven Screening ein ehrliches Exposé mit Mission, Team, Kultur, Entwicklung, Onboarding und Blanko-Arbeitsvertrag. ▶ 2:38
  3. Sieh Transparenz als Qualitätstreiber: Unpassende steigen früher aus, und die Gespräche gehen tiefer, weil formale Fragen schon geklärt sind. ▶ 4:27

Sieh dir den ganzen Slam von Eva Greger an und erfahre, was genau im Exposé für Bewerbende steht. Kostenlos für Mitglieder.

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Warum späte Absagen ein Transparenzproblem sind

Eva Greger arbeitet bei einer hundertprozentigen Tochter der Allianz, die in diesem Jahr an vier Standorten über 320 Personen einstellt. Das Ziel ist nicht nur ein schneller Match, sondern Menschen, die lange bleiben und mitwachsen. Mitarbeiterbindung beginnt für Greger deshalb schon in der Candidate Journey.

Immer wieder lief es so: Die Gespräche waren gut, doch nach zwei, drei Runden kam die Absage. Nicht wegen der Fachlichkeit, sondern weil die grundlegenden Erwartungen nicht zusammenpassten. Das frustriert beide Seiten. Bewerbende investieren Zeit und suchen Klarheit, das Unternehmen investiert Energie in einen Prozess, der ins Leere läuft.

Das Exposé: Transparenz im Bewerbungsprozess vor dem ersten Gespräch

Die Lösung ist einfach. Nach einem ersten positiven Screening und noch vor dem Assessment Center bekommt jede Person ein Exposé. Das ist kein Hochglanz-Flyer, sondern ein ehrlicher Rundumblick: die Mission, die Teamstruktur mit Aufgaben und Schnittstellen, die Unternehmenskultur, fachliche und persönliche Entwicklungswege und der Onboarding-Prozess. Bei der Kultur geht es darum, was das Team antreibt, wie es zusammenarbeitet und was ihm wichtig ist.

Dazu kommt ein vollständiger Blanko-Arbeitsvertrag. Gehalt, Arbeitstage, Urlaubstage, Homeoffice-Regelungen und Arbeitszeiten liegen damit offen, bevor überhaupt jemand miteinander gesprochen hat. Greger räumt ein, dass das ungewöhnlich wirkt. Das Unternehmen zeigt so aber, was es bietet, und baut Vertrauen auf.

„Unser großes Learning ist Transparenz, ist kein Risiko, sondern Transparenz ist ein Qualitätstreiber.“

Eva Greger · im Video ab 5:08

Was sich verändert hat und wie du startest

Die Wirkung kam schnell. Es gibt nicht mehr Gespräche als vorher, aber bessere. Bewerbende prüfen vorab, ob das Angebot zu ihren Erwartungen passt, und kommen mit gezielten Fragen. Statt über Formalien geht es um Werte und Ziele. Wer nicht passt, steigt früher aus. So bleibt mehr Zeit für die Menschen, die wirklich kommen wollen. Aus einer Prüfung wurde ein Austausch auf Augenhöhe, und das Feedback der Bewerbenden ist sehr gut.

Greger betont: kein Tool, keine Software, einfach Ehrlichkeit. Für den Start reicht die Frage, was du Bewerbenden früher an die Hand geben kannst und wo du transparenter werden willst. Wenn du ehrlich zeigst, wer du bist und was du bietest, kommen laut Greger genau die Menschen, die bei dir sein möchten.

Häufige Fragen

Sollte man Gehalt und Vertragsinhalte schon vor dem Vorstellungsgespräch nennen?

Bei der Allianz-Tochter von Eva Greger hat sich das bewährt: Die Gespräche wurden besser, und unpassende Bewerbende steigen früher aus.

Speaker

Eva Greger

Allianz

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