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EF24Festival-Session · KI & Automatisierung · Recruiting & Active Sourcing

Graduate Recruiting: Wie automatisierte Ranglisten die Vorauswahl beschleunigen

Graduate Recruiting wird schwieriger, weil die Demografie durchschlägt und Abschlussnoten kaum vergleichbar sind. Dr. Philipp Karl Seegers (case) und Ingolf Teetz (milch & zucker) zeigen in ihren Folien vom EMBRACE Festival 2024 aktuelle Fakten zu Studierenden und wie ein relativer Leistungswert automatisierte Ranglisten möglich macht.

  • Mit Philipp Karl Seegers, Ingolf Teetz
  • Von Candidate Select + milch&zucker
  • Format Festival-Session · EMBRACE Festival 2024
  • Jahr 2024
Graduate Recruiting: Wie automatisierte Ranglisten die Vorauswahl beschleunigenFolien für Mitglieder · kostenlos

Das nimmst du mit

  1. Vergleich Noten nur relativ: Eine Note sagt erst im Verhältnis zu den direkten Mitstudierenden etwas aus.
  2. Starte Skill-based Matching mit oft gesuchten Profilen und stimm diese Profile mit dem Fachbereich ab.
  3. Setz ein Online-Assessment als zusätzliche Filterstufe ein und prüf jeden KI-Einsatz mit Blick auf den EU AI Act.
  4. Biete Fortbildung als Benefit an: Laut der Studie „Fachkraft 2030“ ist sie bei Studierenden der beliebteste.

Lade die Folien herunter, mit allen Fakten zum Graduate Recruiting, dem case-Score-Beispiel und den Studienauswertungen. Kostenlos für Mitglieder.

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Graduate Recruiting in Zahlen: 5 Fakten aus der Forschung

Die Folien stützen sich auf die Studierendenstatistik von Destatis und die Studie „Fachkraft 2030“ von Maastricht University und Studitemps. Fakt 1: Die Demografie schlägt durch, „diesmal wirklich“. Fakt 2: Der Bachelor wird zum „richtigen“ Abschluss, und Fachhochschulen werden zu „richtigen“ Hochschulen.

Fakt 3: Studierende schätzen ihr Einstiegsgehalt realistisch ein, inklusive Gender-Gap. Fakt 4: Fortbildung ist der beliebteste Benefit. Fakt 5: Graduates wollen nicht nur remote arbeiten, sondern auch ins Büro kommen. Seegers forscht seit über einer Dekade an der Uni Maastricht dazu, wie sich der Berufserfolg junger Menschen vorhersagen lässt. Die kurze Antwort auf den Folien: Daten helfen.

Warum Noten im Graduate Recruiting wenig aussagen

Das Kernargument: Leistungsmetriken wie Noten bedeuten nur etwas im Vergleich zu den direkten Mitstudierenden. Und ein gutes Abschneiden ist nur aussagekräftig, wenn sich der Studiengang mit anderen vergleichen lässt. Der case Score setzt hier an und bildet die relative Leistung ab. Die Folien vergleichen dazu zwei Profile mit den Noten 2.2 und 1.7 und zeigen, wie unterschiedlich beide im eigenen Studiengang und im case Score abschneiden.

Als Beleg zeigen die Folien Auswertungen aus vier Stichproben, etwa Trainees eines großen Chemieunternehmens (n=437) und Praktikant:innen eines großen deutschen Autoherstellers (n=8,188). Verglichen wird, wie oft Kandidat:innen mit hohem und niedrigem case Score nach dem Interview ein Angebot bekommen. Laut Folien belegen 30+ Studien den Nutzen. Für die reine Abschlussnote zeigen sie keinen Zusammenhang mit der Arbeitsleistung, für den case Score einen signifikanten.

Skill-based Matching und automatische Ranglisten

Skill-based Matching ordnet Personen nach Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen den passenden Aufgaben, Projekten oder Jobs zu. Die Folien geben dafür klare Hinweise: Fang mit oft gesuchten Profilen an, stimm die Profile mit dem Fachbereich ab und pass sie in Bereichen mit hoher Innovationskraft immer wieder an. Ein Online-Assessment-Center eignet sich als zusätzliche Filterstufe. Beim Einsatz von KI mahnen die Folien zur Vorsicht und verweisen auf den EU AI Act.

Die Folien zeigen außerdem, wie die Recruiting-Software beesite von milch & zucker den Prozess abbildet: KI-generierte Stellenanzeigen, skillbasierte Jobsuche, automatische Auswertung der Online-Bewerbung, automatische Vorqualifizierung, automatische Einladung zum Interview und digitale Gremienprozesse. In Kombination mit dem case Score entstehen daraus automatische Rangfolgen. Für deinen Start heißt das: Nimm ein häufig gesuchtes Absolventenprofil, kläre die Kriterien mit dem Fachbereich und prüf, wie du Noten künftig relativ statt absolut bewertest.

Häufige Fragen

Sind Abschlussnoten im Recruiting aussagekräftig?

Laut den Folien nur im Vergleich zu den direkten Mitstudierenden und zwischen vergleichbaren Studiengängen. Für die reine Abschlussnote zeigen die Auswertungen keinen Zusammenhang mit der Arbeitsleistung.

Was ist Skill-based Matching?

Die Zuordnung von Personen zu Aufgaben, Projekten oder Jobs auf Basis ihrer Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen. Die Folien empfehlen, mit oft gesuchten Profilen zu starten.

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