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EF24Festival-Session · Diversity & Generationen · Daten & Studien

Benachteiligung von Frauen im Beruf: Was Daten über hartnäckige Mythen sagen

Benachteiligung von Frauen im Beruf ist längst erledigt? Die Session von #FemaleHRExcellence mit Anja Lüthy, Julia Böttcher, Anne Engelshowe und Yasmin Preis auf dem EMBRACE Festival 2024 hält mit Daten dagegen. Die Folien zeigen Zahlen zu Erwerbstätigkeit, Führung und Gender Pay Gap und prüfen drei verbreitete Mythen.

  • Mit Anja Lüthy, Julia Böttcher, Anne Engelshowe, Yasmin Preis
  • Von #FemaleHRExcellence
  • Format Festival-Session · EMBRACE Festival 2024
  • Jahr 2024
Benachteiligung von Frauen im Beruf: Was Daten über hartnäckige Mythen sagenFolien für Mitglieder · kostenlos

Das nimmst du mit

  1. Kenn die Lücke: 2023 lag der unbereinigte Gender Pay Gap laut Folien bei 18 %, der bereinigte bei 6 %.
  2. Prüf deine Vorauswahl: Laut einer zitierten Studie wurden bei gleicher Qualifikation 30 % der Frauen und 70 % der Männer eingeladen.
  3. Nutz anonyme Verfahren: Vorspielen hinter einem Vorhang erhöhte in großen US-Orchestern den Frauenanteil deutlich.
  4. Unterschätz Frauen 47+ nicht. Die über 12 Millionen Frauen dieser Altersgruppe sind laut Folien ein riesiges Potenzial.

Lade dir die Folien mit allen Zahlen, Studienquellen und den drei Mythen im Faktencheck herunter. Kostenlos für Mitglieder.

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Benachteiligung von Frauen im Beruf: die Zahlen

Die Folien starten bei Artikel 3 des Grundgesetzes, der am 23. Mai 2024 75 Jahre alt wurde. Haben Frauen dieselben Chancen wie Männer? Die Antwort auf den Folien: leider nicht. In Deutschland stehen 21,8 Millionen erwerbstätigen Männern 19,3 Millionen erwerbstätige Frauen gegenüber, eine Differenz von 2,5 Millionen.

Nur 32 % der Führungskräfte sind Frauen. 35 % der erwerbstätigen Frauen arbeiten Vollzeit, bei den Männern sind es 70 %. Beim Verdienst zeigen die Folien für 2023 einen unbereinigten Gender Pay Gap von 18 %: Frauen verdienen im Schnitt 20,84 € pro Stunde, Männer 25,30 €. Auch bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation bleibt ein bereinigter Abstand von 6 %.

Was hinter der Lücke steckt

Die Folien nennen typische Muster: Frauen mit Mitte 30 arbeiten oft in Teilzeit. In Unternehmen fehlt das Bewusstsein für Retention. Care-Arbeit und Elternzeit werden nicht geteilt, Top-Job-Sharing setzt sich nicht durch, und Männer suchen Männer als Nachfolger. Führungsetagen sind männlich dominiert. Ein Grund dafür laut Vortrag: Frauen werden mit Mythen stigmatisiert.

Drei Mythen im Faktencheck

Mythos 1 lautet, Frauen würden bei Einstellungen nicht benachteiligt. Eine Studie von 2019 kommt laut Folien zu einem anderen Ergebnis: Nur 30 % der Frauen wurden zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, aber 70 % der Männer, bei gleicher Qualifikation. Ein Gegenbeispiel liefern US-Orchester. Seit dort hinter einem Vorhang vorgespielt wird, ist der Frauenanteil deutlich gestiegen.

Mythos 2: Frauen ab 47 wollen keine Karriere mehr machen. Die Folien halten dagegen, dass die über 12 Millionen Frauen 47+ ein riesiges Potenzial für Unternehmen sind.

Mythos 3 betrifft die oft zitierte Aussage einer Studie von 2014, ein hoher Grad an Diversität führe zu einer um 35 % größeren Wahrscheinlichkeit für höheren Geschäftserfolg. Die Folien verweisen auf Forschende, die das 2021 mit einem großen Datensatz überprüft und keinen Zusammenhang zwischen Diversität im Management und höheren Gewinnen gefunden haben.

Was HR gegen die Benachteiligung tun kann

Das Fazit der Folien ist klar: Die Haltung gegenüber Frauen in der Berufswelt muss sich rasch verändern. Für HR heißt das, bei den eigenen Prozessen anzufangen. Schau dir an, wie viele Frauen in deiner Vorauswahl landen, wer Nachfolgen besetzt und wie Teilzeit und Führung bei euch zusammenpassen. Anonyme Elemente in der Vorauswahl sind ein naheliegender erster Schritt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Gender Pay Gap in Deutschland?

Laut den Folien verdienten Frauen 2023 pro Stunde durchschnittlich 18 % weniger als Männer. Bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation lag der bereinigte Abstand bei 6 %.

Werden Frauen bei Bewerbungen benachteiligt?

Eine auf den Folien zitierte Studie fand, dass bei gleicher Qualifikation 30 % der Frauen und 70 % der Männer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden.

Speaker:innen

Julia Böttcher

HR-Marketing Managerin – Techniker Krankenkasse

Anne Engelshowe

#FemaleHRExcellence

Yasmin Preis

#FemaleHRExcellence

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